Premiere:

11

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April

2026

Freitag/ Samstag 17./ 18. April 2026

Freitag/ Samstag/ Sonntag 24./ 25./ 26. April 2026

Freitag/ Samstag/ Sonntag 01./ 02./ 03. Mai 2026

Freitag/ Samstag/ Sonntag 08./ 09./ 10. Mai 2026

Einlass

ca 20 Minunten vor Spielbeginn

Bewirtung

Gerne können sie sich vorher und/oder nachher von der Theaterschenke kulinarisch verwöhnen lassen.

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Inhalt

Ein Theaterstück. Oder vielmehr ein Stück im Stück. Oder ist es doch ein Stück im Stück im Stück?

Es beginnt in der Antike. Der Schriftsteller Hepatitis und der Schauspieler Diabetes ringen um ein Ende für ein Theaterstück. Denn: ein Stück muss einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben. Und Hepatitis möchte endlich den Athener Dramatikerpreis gewinnen.

Diabetes soll in Hepatitis‘ Stück einen Sklaven spielen, der auf den König treffen wird und um sein Leben fürchten muss. Alle vorgebrachten Vorschläge von Diabetes zu einem guten Schluss gefallen Hepatitis nicht.

Hilfe bietet Trichinosis mit seiner neu entwickelten Maschine an, die Gott einfliegt, der dann die Rettung aller bringt.

Der griechische Chor– ein antikes theatrales Element – kommentiert das Geschehen.

So weit so gut.

Denn in Woody Allens absurden Theaterstück „Gott“, welches aus den 1970ern stammt und vom Ensemble an die Rosenheimer Heimat angepasst wurde, verschwimmen die Realitäts-Ebenen, was zu einer Reihe von grotesken Situationen und Dialogen führt.

Aber es werden auch Fragen nach Gott, dem freien Willen und der Sinnhaftigkeit des Lebens aufgeworfen:


Ist Freiheit denn Chaos?
Gibt es einen Gott?
Hat das Leben einen Sinn?

Danke an Mirjam Bertagnolli und Marie Elliot-Gartner für ihr Schauspiel-Coaching.

Wir danken auch der Spenglerei Barnreiter aus Albaching für die Überlassung der„Deus ex Machina“.

Schauspieler

  • huber-tobias
  • oliver-majer-trendel
  • margit-obermaier
  • stofft-sabine
  • mueller-thomas
  • schier-birgit
  • benjamin-mueller
  • luca-oexle
  • antonia-gambardella
  • anouk-pham
  • eike-kohlstedt

Regie

  • braune-susanne

Regieassistenz und Licht

  • catherina-herrmann

Kostüme

  • elke-drewing

Schauspiel Coaching

  • bertagnolli-mirjam
  • marie-elliot-gartner

Bühnenbild

  • neudert-rudolf

Kritik

Kritik vom OVB

Wenn ein Gott auf der Bühne landet

Das Ensemble Tam-Ost bringt Theaterstück von Woody Allenpointiert auf die Bühne

VON SUSANNE GRUN

Rosenheim – Mit viel Spielfreude, klugem Witz undeiner guten Portion Selbstironie feierte das Tam-Ost Premiere mit dem Stück„Gott“ von Woody Allen in der Übersetzung von Peter Jungk – und bewies unterder Regie von Susanne Braune ein feines Gespür für die Vielschichtigkeit diesesebenso absurden wie tiefgründigen Stücks.

Spiel auf verschiedenen Ebenen

Schon der Auftakt führt mitten hinein in ein raffiniertesSpiel mit den verschiedenen Ebenen: In der Antike ringen der ehrgeizigeSchriftsteller Hepatitis (Oliver Majer-Trendl) und der Schauspieler Diabetes(Tobi Huber) um nichts Geringeres als ein schlüssiges Ende für ihr Theaterstück– wohl wissend, dass Anfang, Mitte und Ende nicht nur dramaturgischeNotwendigkeit, sondern auch Sinnsuche bedeuten. Majer-Trendl gibt dengetriebenen Autor mit feiner Nervosität, während Huber mit trockenem Humor undpointiertem Spiel überzeugt.

Wenn Diabetes als Sklave auf den König (Benjamin Müller)trifft und um sein Leben fürchten soll, kippt das Stück immer wieder insPhilosophische – ohne dabei seine Leichtigkeit zu verlieren. Besonderseindrücklich gerät dabei der Gedanke, dass Freiheit nicht nur Verheißung,sondern auch Bedrohung sein kann. „Freiheit ist gefährlich“, heißt es – einSatz, der nachhallt und dem Abend eine unerwartete Tiefe verleiht.

Mit sichtbarer Spiellust erweitert sich das Personal: ThomasMüller als Wache, Eike Kohlstedt als findiger Trichinosis, der kurzerhand eineMaschine konstruiert, um Gott herbeizuschaffen, und schließlich Luca Öxle alseben jener Gott, der als Deus ex machina auftritt – oder vielleicht doch nicht.

Ein Stück im Stück im Stück: Luca Öxle (links) alsDeus ex machina und Tobi Huber als Diabetes. Im Hintergrund geben Anouk Pham(links) und Birgit Schier den griechischen Chor.

Foto: GRUN

Im Hintergrund geben Anouk Pham (links) und Birgit Schierden griechischen Chor, der das Geschehen kommentiert, einordnet und dabeigekonnt zwischen antiker Form und augenzwinkernder Gegenwart vermittelt. Immerwieder brechen Figuren aus ihren Rollen, treten neue hinzu – etwa Frau Lewin(Margit Obermaier), die die großen Fragen nach Gott, freiem Willen und dem Sinndes Lebens unvermittelt ins Hier und Jetzt holt. Und auch Figuren wie FrauSchicksal und Blanche (beide Sabine Stoff) fügen dem ohnehin schillerndenGefüge weitere Facetten hinzu.

Was diesen Abend besonders macht, ist die gelungene Balance:zwischen Groteske und gedanklicher Schärfe, zwischen Tempo und Momenten desInnehaltens. Die Rosenheimer Lokalfrühung, die das Ensemble behutsam einwebt,erdet den Text zusätzlich und sorgt für Nähe zum Publikum. Und doch liegt dieeigentliche Stärke dieser Inszenierung vielleicht im Nachhall: Man verlässt denAbend nicht mit einer eindeutigen Deutung, sondern mit vielen möglichen. JederZuschauer dürfte seine eigenen Antworten – oder neue Fragen – mit nach Hausenehmen.

Humorvoll und tiefgründig zugleich

Ist ein Gott, sollte es ihn geben, Trost oder Zumutung,Ordnung oder Willkür? Eine Frage, die bei der Premiere spürbar im Raum standund das Publikum beschäftigte. So bleibt die Tiefgründigkeit dieses Stücksnicht im Theatersaal zurück. Sie wirkt weiter – leise, beharrlich, individuell.Ein Theaterabend, der unterhält, zum Lachen bringt und dadurch den Raum öffnetfür Gedanken, die weit über den Schlussapplaus hinausreichen.

Kontakt

HINWEIS: Buchungen/Reservierungen sind hier nicht möglich. Hier gehts's zum Kartenvorverkauf.

TAM OST

Theater am Markt e.V.

Chiemseestr. 31
83022 Rosenheim

Telefon: 08031 234180

E-Mail: kontakt@tam-ost.de

BÜROZEITEN

Donnerstags von 16 – 19 Uhr ist Frau Gabi Tachakor für Sie da

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Kontakt setzen.
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