Musik-Thea­ter mit Leb­ku­chen

Regie: Hel­mut Huber

Die (offe­ne!) TAM OST-Weih­nachts­fei­er für alle!

Die Lei­den­schaft fürs Thea­ter und die Lei­den­schaft für die Musik ver­bin­den Danie­la May­erKlaus Schö­berl und Hel­mut Huber in einem Musik-Thea­ter-Abend. Alle drei spie­len gern Thea­ter und sin­gen gern. Oft auch gemein­sam.
Und wie so oft könn­te alles so schön sein, wäre da nicht noch Alex­an­der Schoe­n­hoff – der ent­nerv­te Regis­seur!

2014 kam May­er, Schö­berl und Huber die Idee, die Lei­den­schaf­ten zu Musik und Thea­ter mit­ein­an­der zu ver­bin­den, qua­si im gemisch­ten Män­ner­chor. Das sich dar­aus erge­ben­de klei­ne fei­ne Musik-Thea­ter-Kunst­werk wird auch in die­sem Jahr wie­der in der Rei­he “Lite­ra­tur und Leb­ku­chen im TAM OST” urauf­ge­führt.

Im Vor­aus nur so viel: Es wird nicht besinn­lich! VER­SPRO­CHEN – dafür ist gesorgt!
Ein ver­gnüg­ter Abend “vom Ver­ein für den Ver­ein” und natür­lich auch für alle Freun­de und Gäs­te (also Freun­den die’s noch wer­den) wird’s sein. 
Das ist 100% sicher. So let the good times roll!

Ein­tritt für Nicht-Ver­eins­mit­glie­der (mit advent­li­chem Leb­ku­chen dazu): 7,- €

OVB 17.12.2014, von Mar­grit Jaco­bi

Ori­gi­nal sie­he: http://www.ovb-online.de./rosenheim/kultur/lebkuchen-heitere-szenen-4542419.html
Anm.d.Red: Der Text wur­de hin­sicht­lich eini­ger Benen­nungs­feh­ler geän­dert. Inhalt, Sinn und Aus­sa­ge blie­ben unver­än­dert.

Leb­ku­chen und hei­te­re Sze­nen

Dass die Weih­nachts­fei­er des TAM OST mit Besinn­lich­keit eher weni­ger am Hut hat­te, dar­auf wies schon der Pro­gramm­ti­tel „Rocking Christ­mas“ hin. Unter dem Mot­to „Lite­ra­tur und Leb­ku­chen“ spiel­ten und san­gen Danie­la May­er, Klaus Schö­berl und Hel­mut Huber vom Ensem­ble des Rosen­hei­mer Thea­ters.

Eine Pro­be zu Goe­thes „Faust“ gab die locke­re Rah­men­hand­lung in der Alex­an­der Schoe­n­hoff als Regis­seur fun­gier­te. Nur noch eine Woche blieb ihm bis zur Pre­mie­re, und er hat­te mehr als genug an sei­nem Ensem­ble aus­zu­set­zen. 

So ret­te­ten sich die drei immer wie­der in gesang­li­che Zwi­schen­spie­le, erst war es der gemisch­te Gos­pel­chor, im Lau­fe des Abends aber lau­te­te ihre Devi­se „Let the good times roll“

Zwar lie­ßen Dia­lo­ge zwi­schen Gott und dem Teu­fel, Mono­lo­ge von Mephis­to oder Faust auch die Lite­ra­tur zu Wor­te kom­men, größ­ten­teils aber sang das Trio zur Gitar­re von Hel­mut Huber „oldies but goo­dies“. Dani May­er im Mini­rock, Klaus Schö­berl mit Schie­ber­müt­ze oder alle drei in schwar­zen Anzü­gen, Hüte tief in die Stir­ne: Mafio­si unter sich. 

Kaum hat­te Schö­berl dekla­riert, „Drum hab ich mich der Magie erge­ben... dass ich erken­ne, was die Welt im Inners­ten zusam­men­hält“, sang er gleich drauf mit sei­nen bei­den Part­nern über das “ Cra­zy litt­le thing cal­led love“.

Mini­ma­lis­ti­sche Eksta­se bei „War­ten auf Godot“ von Samu­el Beckett wünsch­te sich der Regis­seur von Danie­la May­er, die dabei dann als Anhal­te­rin ihre Bewe­gun­gen wirk­lich aufs Äußer­te beschränk­te. Für Eksta­se war da frei­lich kein Platz. Noch mini­ma­lis­ti­scher woll­te Alex­an­der Schoe­n­hoff Goe­thes „Faust“ anle­gen. „Da muss fast alles raus, das spielt sich von allei­ne!“ war sein Fazit.

Amy Wine­house‘ „Rehab“, Bob Mar­leys „I shoot the She­riff“ oder Micha­el Jack­sons „Bil­ly Jean“ lagen dem Trio alle­mal mehr, als Johann Sebas­ti­an Bach, den wie­der­um Gott lie­ber gehört hät­te. So ent­sprach auch der „Trip to hell“ (gemeint ist „Hells Bells“ von AC/DC) dem Con­tract-Kil­ler eines Klaus Schö­berl eher, als eine Him­mel­fahrt und bei pan­to­mi­mi­schen Duell in Schwarz­weiß blie­ben die Kon­tra­hen­ten letzt­end­lich bei­de auf der Stre­cke.

Wie die Musik ent­stan­den war, ver­such­ten die Drei in einem Tanz ums Feu­er zu demons­trie­ren, wobei die Flam­men natür­lich nur auf einem Video zün­gel­ten. Als mit Fell beklei­de­te Stein­zeit­men­schen umspran­gen sie das Bild und into­nier­ten dazu „She‘s cra­zy like a fool, Dad­dy Cool“. Soll­te dies als Wech­sel­bad zwi­schen warm und kalt zu ver­ste­hen gewe­sen sein?

Hel­mut Huber stell­te in der Rol­le des Beat­les John Len­non die Fra­ge: „Was wäre gewe­sen, wenn ich län­ger gelebt hät­te?„
Hät­te es ein Remake der Beat­les gege­ben? Wohl kaum, dafür sang das Trio einen der erfolg­reichs­ten Beat­les-Songs „Lucy in the Sky with Dia­monds“, wie auch vor­her „Ticket to ride“ und am Ende als Zuga­be „All my loving“.

Vor Beginn die­ses bunt gemisch­ten Pro­gramms hat­ten die Besu­cher einen Leb­ku­chen erhal­ten, ein biss­chen vor­weih­nacht­lich soll­te der Abend eben doch sein.

Rocking Christmas - (lnr) Klaus Schöberl, Daniela Mayer und Helmut Huber
Rocking Christ­mas - (lnr) Klaus Schö­berl, Danie­la May­er und Hel­mut Huber

TER­MIN:  Sa 13. Dezem­ber 2014

Spiel­be­ginn: 20 Uhr,
Ein­lass:
ca. 15 Min. vor Spiel­be­ginn

Im ENSEM­BLE TAM OST

Regie:Hel­mut Huber
Co-Regie:Danie­la May­er und Klaus Schö­berl
Büh­ne:Ensem­ble
Licht/Ton:Ensem­ble
Kos­tüm:Ensem­ble
Foto­gra­fie:Rena­te M. May­er
 Schau­spie­ler 
Danie­la May­er 
Hel­mut Huber 
Klaus Schö­berl 
Alex­an­der Schoe­n­hoff 

Schlag­wor­te zum Stück