LADIES NIGHT

WIEDERAUFNAHME DER ERFOLGSKOMÖDIE VON STEPHEN SINCLAIR UND ANTHONY MCCARTEN

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2014 - Plakat - Ladies Night

2014 – Plakat – Ladies Night

Vorstellungstermine:
Freitag/Samstag, 9./10. Mai, 20 Uhr
Sonntag, 11. Mai*, 17 Uhr
*nur Muttertags-Special: Theater und Buffet 24,- €
Freitag/Samstag, 16./17. Mai, 20 Uhr
Sonntag, 18. Mai, 17 Uhr

Im Ensemble TAM OST spie­len: Hans Anker, Florian Fuchs, Hermann Hager, Gerhard Sellmair, Christian Swoboda, Thomas Eiwen und Klaus Lüders

Regie: Hans Anker
Technik: Klaus Lüders
Plakat: Alexander Schoenhoff


Zum Inhalt: Eine Gruppe arbeits­lo­ser Männer trifft sich täg­lich im Pub. Sie reden, strei­ten, sau­fen, bejam­mern sich und ihre feh­len­den beruf­li­chen Aussichten. Bis eine erfolg­rei­che Männer-Striptease-Gruppe in die Stadt kommt. Eine ver­we­ge­ne Idee ent­steht: Warum nicht selbst strip­pen und damit Geld ver­die­nen, auch wenn sie nicht die Astralkörper der Profi-Stripper haben? Die Burschen ler­nen – zum Vergnügen des Publikums – die Grundlagen tän­ze­ri­scher Erotik, und die Proben brin­gen Hüftschwung in die Waschbärbäuche. Die Truppe wächst immer bes­ser zusam­men.

Nach zwei Wochen Training bricht kurz vor dem ers­ten ganz gro­ßen Auftritt Lampenfieber aus. Aber es gibt kein Zurück. Die neu­ge­ba­cke­nen Stripper müs­sen auf die Bühne.

Zum Heulen komisch und zum Lachen trau­rig” fand nicht nur die Presse das Stück 1987 nach der Uraufführung in Auckland. Auch unse­re ZuschauerINNEN 2010 und 2011 waren begeis­tert.

KRITIK des OVB vom 15.05.2014

Nackte Not sorgt für Lacher
Original: http://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/nackte-sorgt-lacher-3554066.html

Probe LADIES NIGHT - (lnr) Florian Fuchs, Hermann Hager, Gerhard Sellmair, Thomas Eiwen, Christian Swoboda, Hand Anker Bild: ovb, ...

Probe LADIES NIGHT – (lnr) Florian Fuchs, Hermann Hager, Gerhard Sellmair, Thomas Eiwen, Christian Swoboda, Hand Anker
Bild: ovb, …

Bauchansatz hier, schüt­te­res Haar da – die sechs Darsteller der „Ladies Night” im TAM OST in Rosenheim sind kei­ne durch­trai­nier­ten und auf Hochglanz polier­ten Traummänner. Gerade das macht ihr Spiel so über­zeu­gend. Bei der aus­ver­kauf­ten Premieren-Vorstellung gab es begeis­ter­ten Applaus.

Die Erfolgsgeschichte von „Ladies Night” begann in den 1980er-Jahren auf einer neu­see­län­di­schen Theaterbühne. Bald avan­cier­te die Komödie von Anthony McCarten und Stephen Sinclair zum erfolg­reichs­ten Stück aller Zeiten. 1997 wur­de die Geschichte schließ­lich unter dem Titel „The Full Monty” (in Deutschland heißt der Film „Ganz oder gar nicht”) in England ver­filmt und für vier Oscars nomi­niert, aller­dings ohne die bei­den Autoren in das Drehbuch mit­ein­zu­be­zie­hen.

Anthony McCarten ver­klag­te die Filmgesellschaft des­halb auf 230 Millionen Dollar Schadenersatz. Seitdem kennt man die Geschichte von den Männern, die sich vor lau­ter Verzweiflung die Kleider vom Leib rei­ßen, fast auf der gan­zen Welt.
Das TAM OST begeis­ter­te sein Publikum bereits 2010 und 2011 mit die­sem Stück. Jetzt wur­de „Ladies Night” erneut gespielt, dies­mal mit drei neu­en Darstellern.

Unter der Regie von Hans Anker wird aus den eng­li­schen Stahlarbeitern ein Haufen arbeits­lo­ser Kneipen-Helden. Craig (Hermann Hager), Norman (Thomas Eiwen), Wesley (Florian Fuchs), Barry (Gerhard Sellmair) und Gavin (Christian Swoboda) sehen für ihr Leben kei­ne Perspektive. Als sie von einer Männer-Strip-Show lesen, fas­sen sie spon­tan den Plan, eben­falls damit Geld zu ver­die­nen.

Ohne viel Fleiß und har­tem Training wird dar­aus aber auch nichts. Trainer Glen (Hans Anker) zeigt schließ­lich, wie es rich­tig geht und macht klar deut­lich: „Ganz oder gar nicht”: Auch die letz­te Hülle muss fal­len. Das bezieht sich bei „Ladies Night” bei wei­tem nicht nur auf das kör­per­li­che. Viel inter­es­san­ter ist der Seelen-Striptease der Protagonisten. Jeder der Männer schleppt sei­ne ganz eige­nen Probleme mit sich her­um. Sie ken­nen die nack­te Not. In der Inszenierung im TAM OST kommt der tie­fe Einblick in das Seelenleben etwas kurz. Ohne die­se Feinzeichnung drängt sich die Situationskomik auto­ma­tisch in den Vordergrund. Es wird nicht mit­ge­lit­ten, son­dern mit­ge­lacht. Sozialkritik wird nur stel­len­wei­se spür­bar.

Die meis­ten Lacher kas­siert Thomas Eiwen in der Rolle des Norman. Von dem jüngs­ten Darsteller wird in Sachen Peinlichkeit am meis­ten abver­langt. Dazu gehört schon eine enor­me Portion Mut. Eiwen meis­tert sei­ne Rolle mit Bravour. Überzeugen konn­ten aber auch die bei­den ande­ren Neuzugänge Florian Fuchs und Christian Swoboda.

Ein Striptease ist immer eine enorm inti­me Angelegenheit. Dank Regisseur Hans Anker wird die Show im TAM OST an kei­ner Stelle zur rei­nen Fleischbeschau, die Darsteller geben sich trotz Nacktheit kei­ne Blöße. Auch den Aspekt „Ganz oder gar nicht” hat das Ensemble geschickt gelöst. Am Schluss fällt auch die letz­te Hülle – zu viel zu sehen gibt es trotz­dem nicht, dank geschickt ein­ge­setz­ter Arbeitshelme.

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