Wie­der­auf­nah­me der Erfolgs­ko­mö­die von Ste­phen Sin­c­lair und Antho­ny Mccar­ten

Regie: Hans Anker

Eine Grup­pe arbeits­lo­ser Män­ner trifft sich täg­lich im Pub. Sie reden, strei­ten, sau­fen, bejam­mern sich und ihre feh­len­den beruf­li­chen Aus­sich­ten. Bis eine erfolg­rei­che Män­ner-Strip­tease-Grup­pe in die Stadt kommt. Eine ver­we­ge­ne Idee ent­steht: War­um nicht selbst strip­pen und damit Geld ver­die­nen, auch wenn sie nicht die Astral­kör­per der Pro­fi-Strip­per haben? Die Bur­schen ler­nen - zum Ver­gnü­gen des Publi­kums - die Grund­la­gen tän­ze­ri­scher Ero­tik, und die Pro­ben brin­gen Hüft­schwung in die Wasch­bär­bäu­che. Die Trup­pe wächst immer bes­ser zusam­men.

Nach zwei Wochen Trai­ning bricht kurz vor dem ers­ten ganz gro­ßen Auf­tritt Lam­pen­fie­ber aus. Aber es gibt kein Zurück. Die neu­ge­ba­cke­nen Strip­per müs­sen auf die Büh­ne.

Zum Heu­len komisch und zum Lachen trau­rig“ fand nicht nur die Pres­se das Stück 1987 nach der Urauf­füh­rung in Auck­land. Auch unse­re Zuschaue­rIN­NEN 2010 und 2011 waren begeis­tert.

ovb, 15.05.2014

Ori­gi­nal: http://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/nackte-sorgt-lacher-3554066.html

Nack­te Not sorgt für Lacher

Probe LADIES NIGHT - (lnr) Florian Fuchs, Hermann Hager, Gerhard Sellmair, Thomas Eiwen, Christian Swoboda, Hand Anker Bild: ovb, ...
Pro­be LADIES NIGHT - (lnr) Flo­ri­an Fuchs, Her­mann Hager, Ger­hard Sell­mair, Tho­mas Eiwen, Chris­ti­an Swo­bo­da, Hand Anker
Bild: ovb, ...

Bauch­an­satz hier, schüt­te­res Haar da - die sechs Dar­stel­ler der „Ladies Night“ im TAM OST in Rosen­heim sind kei­ne durch­trai­nier­ten und auf Hoch­glanz polier­ten Traum­män­ner. Gera­de das macht ihr Spiel so über­zeu­gend. Bei der aus­ver­kauf­ten Pre­mie­ren-Vor­stel­lung gab es begeis­ter­ten Applaus.

Die Erfolgs­ge­schich­te von „Ladies Night“ begann in den 1980er-Jah­ren auf einer neu­see­län­di­schen Thea­ter­büh­ne. Bald avan­cier­te die Komö­die von Antho­ny McCar­ten und Ste­phen Sin­c­lair zum erfolg­reichs­ten Stück aller Zei­ten. 1997 wur­de die Geschich­te schließ­lich unter dem Titel „The Full Mon­ty“ (in Deutsch­land heißt der Film „Ganz oder gar nicht“) in Eng­land ver­filmt und für vier Oscars nomi­niert, aller­dings ohne die bei­den Autoren in das Dreh­buch mit­ein­zu­be­zie­hen.

Antho­ny McCar­ten ver­klag­te die Film­ge­sell­schaft des­halb auf 230 Mil­lio­nen Dol­lar Scha­den­er­satz. Seit­dem kennt man die Geschich­te von den Män­nern, die sich vor lau­ter Ver­zweif­lung die Klei­der vom Leib rei­ßen, fast auf der gan­zen Welt.
Das TAM OST begeis­ter­te sein Publi­kum bereits 2010 und 2011 mit die­sem Stück. Jetzt wur­de „Ladies Night“ erneut gespielt, dies­mal mit drei neu­en Dar­stel­lern.

Unter der Regie von Hans Anker wird aus den eng­li­schen Stahl­ar­bei­tern ein Hau­fen arbeits­lo­ser Knei­pen-Hel­den. Craig (Her­mann Hager), Nor­man (Tho­mas Eiwen), Wes­ley (Flo­ri­an Fuchs), Bar­ry (Ger­hard Sell­mair) und Gavin (Chris­ti­an Swo­bo­da) sehen für ihr Leben kei­ne Per­spek­ti­ve. Als sie von einer Män­ner-Strip-Show lesen, fas­sen sie spon­tan den Plan, eben­falls damit Geld zu ver­die­nen.

Ohne viel Fleiß und har­tem Trai­ning wird dar­aus aber auch nichts. Trai­ner Glen (Hans Anker) zeigt schließ­lich, wie es rich­tig geht und macht klar deut­lich: „Ganz oder gar nicht“: Auch die letz­te Hül­le muss fal­len. Das bezieht sich bei „Ladies Night“ bei wei­tem nicht nur auf das kör­per­li­che. Viel inter­es­san­ter ist der See­len-Strip­tease der Prot­ago­nis­ten. Jeder der Män­ner schleppt sei­ne ganz eige­nen Pro­ble­me mit sich her­um. Sie ken­nen die nack­te Not. In der Insze­nie­rung im TAM OST kommt der tie­fe Ein­blick in das See­len­le­ben etwas kurz. Ohne die­se Fein­zeich­nung drängt sich die Situa­ti­ons­ko­mik auto­ma­tisch in den Vor­der­grund. Es wird nicht mit­ge­lit­ten, son­dern mit­ge­lacht. Sozi­al­kri­tik wird nur stel­len­wei­se spür­bar.

Die meis­ten Lacher kas­siert Tho­mas Eiwen in der Rol­le des Nor­man. Von dem jüngs­ten Dar­stel­ler wird in Sachen Pein­lich­keit am meis­ten abver­langt. Dazu gehört schon eine enor­me Por­ti­on Mut. Eiwen meis­tert sei­ne Rol­le mit Bra­vour. Über­zeu­gen konn­ten aber auch die bei­den ande­ren Neu­zu­gän­ge Flo­ri­an Fuchs und Chris­ti­an Swo­bo­da.

Ein Strip­tease ist immer eine enorm inti­me Ange­le­gen­heit. Dank Regis­seur Hans Anker wird die Show im TAM OST an kei­ner Stel­le zur rei­nen Fleisch­be­schau, die Dar­stel­ler geben sich trotz Nackt­heit kei­ne Blö­ße. Auch den Aspekt „Ganz oder gar nicht“ hat das Ensem­ble geschickt gelöst. Am Schluss fällt auch die letz­te Hül­le - zu viel zu sehen gibt es trotz­dem nicht, dank geschickt ein­ge­setz­ter Arbeits­hel­me.

Zur Bil­der­ga­le­rie: https://photos.app.goo.gl/M8ELSWtJy23QzBJA7
Hin­weis: Die­se Daten lie­gen im TAM-Medi­en­ar­chiv auf unse­rem Goog­le-Dri­ve

2014 - Plakat - LADIES NIGHT, Modelle: (lnr) Thomas Eiwen, Hermann Hager, Hans Anker, Florian Fuchs, Christian Swoboda, Gerhard Sellmair, Bild: Alexander Schoenhoff
2014 - Pla­kat - LADIES NIGHT, Model­le: (lnr) Tho­mas Eiwen, Her­mann Hager, Hans Anker, Flo­ri­an Fuchs, Chris­ti­an Swo­bo­da, Ger­hard Sell­mair, Bild: Alex­an­der Schoen­hoff

rePRE­MIE­RE:  FR 9. MAI 2014

TER­MI­NE
Sa 09/10 Mai
So 11 Mai
Mut­ter­tags-Spe­cial:
Thea­ter und Buf­fet
Fr/Sa 16/17 Mai
So 18 Mai

Spiel­be­ginn: 
Frei­tags und Sams­tags 20 Uhr,
Sonn­tags 17 Uhr
Ein­lass:
ca. 15 Min. vor Spiel­be­ginn

Im ENSEM­BLE TAM OST

Regie:Hans Anker
Büh­ne:Ensem­ble
Licht/Ton:Klaus Lüders
Kos­tüm:Ensem­ble
Pla­kat:Alex­an­der Schoen­hoff
 Schau­spie­lerals
Hans AnkerGlen
Tho­mas EiwenNor­man
Flo­ri­an FuchsWes­ley
Her­mann HagerCraig
Ger­hard Sell­mairBar­ry
Chris­ti­an Swo­bo­daGavin

Schlag­wor­te zum Stück