AMPHITRYON

Tragikomödie von Heinrich von Kleist

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2018 - Plakat - AMPHITRYON

2018 – Plakat – AMPHITRYON

Vorstellungstermine:
Samstag, 22. September 2018, 20 Uhr, Première
Freitag / Samstag, 28. / 29. September, 20 Uhr
Sonntag, 30. September, 17 Uhr
Samstag, 6. Oktober, 20 Uhr
Sonntag, 7. Oktober, 17 Uhr
Freitag / Samstag, 12. / 13. Oktober, 20 Uhr
Sonntag, 14. Oktober, 17 Uhr
Freitag / Samstag, 19. / 20. Oktober, 20 Uhr
Sonntag, 21. Oktober, 17 Uhr

(Klicken zum anzei­gen)
Im Ensemble TAM OST – Produktion
Regie, Bühnenbild: Stefan Vincent Schmidt
Assistenz: Marianne Eckardt
Bühnenbau: Klaus Lüders
Licht/Ton: Gerhard Sellmair
Kostüm: Alexander Zinn
Fotografie: Renate M. Mayer
Günther Stranzinger
Albert Aschl
Programm-Text: Maleen Schultka
Plakat, Programm-Layout: Alexander Schoenhoff
Übersetzung des Vorspiels Fritz Rumpf
Im Ensemble TAM OST – Schauspiel (Klick zum zei­gen)
Schauspieler als
Sabine Herrberg Alkmene
Daniela Mayer Göttin der Nacht
Gabriela Schmidt Charis
Klaus Einsele Merkur
Helmut Huber Jupiter
Oliver Schmid Amphitryon
Klaus Schöberl Sosias
Gerhard Sellmair Argatiphontidas
Christian Swoboda Feldherr

Zum Inhalt:

Klaus Einsele und Daniela Mayer als Merkur und Nacht

Klaus Einsele und Daniela Mayer als Merkur und Nacht

Das ist das wit­zig-anmut­volls­te, das geist­reichs­te, das tiefs­te und schöns­te Theaterspielwerk der Welt“.

Wollen Sie Thomas Mann wider­spre­chen und sich selbst eine Meinung über „Amphitryon“ von Heinrich von Kleist bil­den?
Diese dra­ma­ti­sche Komödie der grie­chi­schen Mythologie stellt die Protagonisten der aktu­el­len „#MeToo“-Debatte in den dun­kels­ten Schatten –

Sabine Herrberg und Helmut Huber als Alkmene und Jupiter

Sabine Herrberg und Helmut Huber als Alkmene und Jupiter

denn kein Geringerer als Gott Jupiter selbst ver­führt in der Maske des Amphitryon des­sen schö­ne Gattin Alkmene.

 

Der bra­ve Diener Sosias und sein, einem gött­li­chen Flirt nicht abge­neig­tes Weib Charis wer­den der­weil vom Gott Merkur auf die Schippe genom­men.

Ob gott­ge­wollt oder nicht – es bleibt kei­ner unge­scho­ren, jeder ver­liert sich, jed­we­de Identität wird auf dem Scheiterhaufen der gött­li­chen Allmacht gerös­tet. Und doch steht selbst Gott Jupiter am Ende mit­ten­drin und gleich­zei­tig mit dem Rücken zur Wand. Ihn ret­tet nur der Rückzug auf den Olymp.

Mit einem „Ach“ endet die­se Tragikomödie um den mytho­lo­gi­schen Missbrauch von Machtpositionen, des­sen Inhalt nichts an Aktualität ein­ge­büßt hat.

Zuletzt noch­mals Thomas Mann: „Man soll mich wis­sen las­sen, wenn eine sol­che Aufführung ist…ich rei­se weit um sie zu sehen.“
Und Sie?

Vorpremiere im Radio Regenbogen hier zu hören:
(Das Original fin­den Sie natür­lich hier: http://radioregenbogen.de/upload/RR-0917_Amphitryon_PC.mp3

Besprechung im Radio Regenbogen hier zu hören:
(Das Original finden Sie natürlich hier: http://radioregenbogen.de/upload/RR-0924_KL_Amphitryon_PC.mp3

Mit einem geschickten Kniff lässt Regisseur Stefan Vincent Schmidt im Tam-Ost seine Inszenierung von Heinrich vonKleists „Amphitryon“ beginnen: Er leiht sich den Prolog aus Molières gleichnamiger Komödie.

„Sage mir: Da ich Sosias nicht bin, wer ich bin? Denn etwas, gibt es zu, muss ich doch sein.“Klaus Schöberl (links) und Klaus Einsele als Sosias und Merkur. Stranzinger

Sage mir: Da ich Sosias nicht bin, wer ich bin? Denn etwas, gibt es zu, muss ich doch sein.“Klaus Schöberl (links) und Klaus Einsele als Sosias und Merkur. Stranzinger

Nicht nur, dass das Zwiegespräch zwi­schen Götterbote Merkur (Klaus Einsele) und der Göttin der Nacht (Daniela Mayer) ein eben­so ver­gnüg­li­cher wie ele­gan­ter Schlagabtausch ist, es weist dem in anti­ker Mythologie viel­leicht nicht bewan­der­tem Zuschauer einen Pfad durch die Handlung: Es geht um eine Ehebruchsgeschichte als Verwechslungskomödie.
 
Alkmene erwar­tet die Rückkehr ihres Gatten Amphitryon, des sieg­rei­chen Feldherren der Thebaner. Doch in der Nacht vor des­sen Ankunft schleicht sich Göttervater Jupiter in Gestalt Amphitryons in Alkmenes Schlafgemach. Als Alkmene am nächs­ten Morgen ihrem tat­säch­lich heim­ge­kehr­ten Gatten von der ver­meint­lich gemein­sa­men Liebesnacht erzählt, fühlt der sich von sei­ner Frau betro­gen.
 
Ähnliches wider­fährt Sosias, dem Diener des Amphitryon. Ihm raubt Merkur die Identität. Zwar ver­führt der Götterbote in Gestalt von Sosias nicht des­sen Frau Charis, bringt sie aber durch sein belei­di­gen­des Verhalten so auf, dass sie ihrem Mann die Hörner auf­set­zen will.
 
Das komö­di­an­ti­sche Zentrum des Stücks bil­det der köst­li­che Schlagabtausch zwi­schen Sosias (Klaus Schöberl, herr­lich ein­fäl­tig) und Merkur (Klaus Einsele, über­zeu­gend grau­sam-schlitz­oh­rig). Gabriela Schmidt ist nicht die kei­fen­de Gattin, son­dern eine emp­find­sa­me Charis, pen­delnd zwi­schen ein­fühl­sa­mer Dienerin und ver­zwei­felnd an ihrem Klotz von Ehemann.
 
Das ist lus­tig und ver­gnüg­lich. Doch Kleist geht weit über Molière hin­aus und stellt die Frage: Was bleibt vom Menschen, nimmt man ihm sei­nen Namen, die Liebe, die ihm ent­ge­gen­ge­bracht wird, sei­ne Stellung in der Gesellschaft? Während sich Sosias bau­ern­schlau in sein Schicksal fügt, kann sein Herr Amphitryon dies nicht. Oliver Schmid geht glaub­wür­dig den Weg von Verwunderung über Unglauben und bis zur Verzweiflung, als sei­ne Frau ihn bei der Gegenüberstellung mit Jupiter nicht erkennt. Sabine Herrberg spielt ein­drucks­voll die­se Alkmene, wan­delnd auf dem Grat zwi­schen tugend­haf­ter Gattin und ver­füh­re­ri­scher Geliebter.
 
Jupiter ist die wohl viel­schich­tigs­te Figur: Von Langeweile getrie­ben, sucht er das ero­ti­sche Abenteuer. Großspurig und char­mant ist da Helmut Huber als ver­füh­re­ri­scher Göttervater. Doch er will mehr als eine Liebesnacht: Er möch­te geliebt wer­den. Doch Alkmenes Liebe gilt ja nicht ihm, Jupiter, son­dern ihrem Ehemann, des­sen Gestalt Jupiter ange­nom­men hat. Ein Zwiespalt, dem auch der Göttliche nicht ent­kommt. Und so steht Helmut Huber schließ­lich auf der Bühne und win­selt um die Liebe der Frau. Doch letzt­lich zieht er kalt­lä­chelnd das gött­lich-grau­sa­me Spiel durch. Am Schluss, so viel sei ver­ra­ten, löst sich alles auf, jeder ist wie­der er selbst. Doch nichts ist gut: Zurück blei­ben Menschen, die in ihrer Selbstgewissheit bis ins Mark erschüt­tert sind.
 
Das Ensemble des Tam-Ost kommt mit einem äußerst redu­zier­ten Bühnenbild (Stefan Vincent Schmid) aus: ein roter Teppich, eine Palasttür, eine umge­stürz­te Säule und eine Säule aus her­ab­hän­gen­den Fäden – und setzt mit Erfolg auf sei­ne schau­spie­le­ri­sche Stärke. In den komö­di­an­ti­schen Passagen fun­keln die Kleist‘schen Dialoge wie in einer Screwball-Komödie, in den tra­gi­schen Momenten teilt man die Verzweiflung der Figuren. Die Zuschauer dank­ten für einen unter­halt­sa­men wie klu­gen Theaterabend mit lan­gem Applaus.

OVB Rosenheim vom 27.09.2018

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