WEIT IST DER WEG

Familientheater von Charles Way

ZUM STÜCK

Vorstellungstermine:
Samstag, 27. Januar 2007, 20 Uhr, Première


Freitag / Samstag, 2. / 3. Februar, 20 Uhr
Freitag / Samstag, 9. / 10. Februar, 20 Uhr

Im Ensemble TAM OST – Produktion (Klick zum zei­gen)
Regie: Hermann Kunz
Assistenz
Bühne: Ensemble
Licht/Ton: Hub’n Kiene
Kostüm: Ensemble
Musik: Die Neurosenheimer

Im Ensemble TAM OST – Schauspiel (Klick zum zei­gen)
Schauspieler als
Ruth Langenegger
Astrid Langenegger
Daniela Meiser
Lena Knerich
Nico Geissler
Martin Thaller

OVB vom 30. Januar 2007:

Weit ist der Weg nach Hause

Das Quartett der „Neurosenheimer” stimmt mit Tuba, Akkordeon, Melodika und Klarinette die gro­ßen und klei­nen Besucher zum Familientheater „Weit ist der Weg” im Theater am Markt-Ost in Rosenheim ein.
Katrin Zellner, Marita Gschwandtner, Tobias Hegemann und Karolin Rottmoser beglei­ten das Stück musi­ka­lisch auch wei­ter­hin, mit Gesang, Gitarre, Kontrabass, Glockenspiel und Rassel.
Auf schwar­zer Bühne sind sehr gekonnt mit durch­sich­ti­ger Folie fer­ne Berge ver­bild­licht, spä­ter wird das Material mit weni­gen Griffen zum Meer umfunk­tio­niert. Durch ein reiz­vol­les Muster aus Blättern ahnt man den Himmel, ein Lampion wird zum Mond.

Einfach und prä­gnant ist eben­so die Geschichte, die hier nach dem Kinderstück des eng­li­schen Autors Charles Way unter der Regie von Hermann Kunz erzählt wird. Mutter Gaia, eine alte Frau (Astrid Langenegger) will aus einem Dorf, indem sie lan­ge Jahre leb­te, zurück in ihre Heimat ans Meer. Ihr Mann ist tot, die Söhne fort­ge­zo­gen. Immer wie­der wird der Verstorbene (dem Martin Thaller Gestalt gibt) in ihren Gedanken gegen­wär­tig sein, wird ver­su­chen sie am Weggehen zu hin­dern, sie mit Vorwürfen belas­ten. Doch ihr Wunsch heim­zu­ge­hen ist stär­ker.

Ganz in Schwarz und mit dunk­len Augen, die das her­be, vom Kopftuch umrahm­te Gesicht beherr­schen, gleicht Astrid Langenegger den stren­gen grie­chi­schen Frauengestalten, wie man sie aus dem Film „Alexis Sorbas” kennt. In spar­sa­mer Gestik und kon­zen­trier­tem Agieren gewinnt sie alle Aufmerksamkeit der Zuschauer. Mit Ruth Langenegger als dem Jungen aus dem Wald ent­steht ein span­nen­des, berüh­ren­des Zusammenspiel. Nahezu autis­tisch ist die Rolle die­ses Kindes, das sich für einen Hund hält, zu Beginn ange­legt. Durch die lan­ge gemein­sa­me Reise mit vie­len Erlebnissen ent­steht eine lie­be­vol­le Verbindung zwi­schen den bei­den.

Als Erzähler fun­gie­ren Nico Geißler und Daniela Meiser, sie schlüp­fen im Laufe der Geschichte noch in vie­ler­lei Rollen, ver­kör­pern gute und schlech­te Menschen, die Mutter Gaia und Andreas, wie sie den Buben genannt hat, begeg­nen. Aus dem hüb­schen Jungen mit der roten Lockenmähne wird ein Mann und als er eine Frau (Lena Knerich als Pamela) gefun­den hat, wird Mutter Gaia ganz heim­ge­hen, zu ihrem Mann. Die wesent­li­chen Dinge des Lebens, das Sichvertrautmachen, das Überwinden von Vorurteilen, das Unterscheiden von Gut und Böse, die Liebe und den Schmerz, das Glück, die Trauer und das Vergeben, all dies umspannt die­ser wei­te Weg, der für Mutter Gaia und Andreas nach Hause führt, das da ist, wo es einem gut geht.

Margrit Jacobi

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