Komö­die von Jor­di Gal­cer­an
Deut­sche Fas­sung von Ste­fa­nie Ger­hold

Regie: Alex­an­der Schoe­n­hoff und Heinz W. War­n­e­mann

„Anton Schmidt und Hr. Goe­tz“ Heinz W. War­n­e­mann und Alex­an­der Schoe­n­hoff - Bild: Adri­an „Bra­ban­tus“ Sturm

Neu­lich im Finanz­haus Ihres Ver­trau­ens. Zwei Män­ner, tref­fen sich zu ihrem zwei­ten Ter­min. Anlass: ein Kre­dit­an­trag, aber einer ohne aus­rei­chen­de Sicher­hei­ten. Was, wenn ein gege­be­nes Wort nun nicht genügt? Dann gibt eins das ande­re und danach ist nichts mehr wie es war!

Was ver­gleichs­wei­se banal und all­täg­lich beginnt, ent­wi­ckelt sich auf­grund einer fol­gen­schwe­ren Ent­schei­dung zu einem fast episch zu nen­nen­den Zwei­kampf. Es tre­ten an: Gut gegen Böse, Licht gegen Schat­ten, Bür­ger­tum gegen Hoch­fi­nanz, King Kong gegen God­zil­la, Fili­al­lei­ter Goe­tz gegen Antrag­stel­ler Anton Schmidt!

DER KREDIT -
DER KRE­DIT - „Herr Schmidt und Herr Görtz“ (lnr) Heinz W. War­n­e­mann, Alex­an­der Schoe­n­hoff - Bild: Alex­an­der Schoe­n­hoff

Doch wer ist die­ser Mann, der eben­so harm­los wie kul­ti­viert vor­spricht, um eine nicht unbe­trächt­li­che Sum­me Geld zu lei­hen? Woher weiß er Din­ge, die nie­mand wis­sen kann? Wel­che selt­sa­men, ein­neh­men­den Fähig­kei­ten ver­ber­gen sich hin­ter sei­nem Lächeln? Und wie­so ver­hält er sich ver­dammt noch­mal so anders als alle Bitt­stel­ler, mit denen Fili­al­lei­ter Goe­tz bis­her zu tun hat­te?

Die­se Gedan­ken rasen dem erfah­re­nen Ban­ker durch den Sinn, kurz nach­dem er den Kre­dit­an­trag vor­schrifts­ge­mäß ablehn­te. Denn die Rou­ti­ne beginnt ihm zu ent­glei­ten – Anton Schmidt lässt sich ein­fach nicht abwim­meln! Ein Nein folgt dem nächs­ten und das Geschäfts­ge­spräch eska­liert zu einem immer absur­de­ren Ver­bal­du­ell.

"Herr Goetz und Anton Schmidt", Alexander Schoenhoff und Heinz W. Warnemann, Bild: Adrian Sturm
„Herr Goe­tz und Anton Schmidt“, Alex­an­der Schoe­n­hoff und Heinz W. War­n­e­mann, Bild: Adri­an Sturm

Mit “Wenn Sie mir den Kre­dit nicht geben, ...” eröff­net Anton Schmidt ein gewag­tes Spiel um Geld und Glück, wel­ches nicht nur das Leben des Ban­kers kom­plett auf den Kopf stel­len wird!

Gekonnt schräg und herr­lich bis­sig ser­viert der kata­la­ni­sche Autor Jor­di Gal­cer­an mit “Der Kre­dit” (2013) sein sati­ri­sches Psy­cho­du­ell vol­ler Wen­dun­gen und Wort­witz. Und stellt dabei zugleich die alte Fra­ge: kann man Glück tat­säch­lich gegen Geld auf­rech­nen?

Kri­tik OVB, 20.4.2018, Mar­grit Jaco­bi
(Ori­gi­nal sie­he https://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/ueber-glueck-liebe-geld-9802557.html )

Über das Glück und das lie­be Geld

DER-KREDIT--Bild-Margrit-Jacob--Rechte-OVB-Rosenheim-20.04.2018
DER-KREDIT--Bild-Margrit-Jacob--Rechte-OVB-Rosenheim-20.04.2018
Span­nen­des und zugleich humor­vol­les Psy­cho­du­ell: Alex­an­der Schoe­n­hoff (links) als Fili­al­lei­ter Goe­tz und Heinz W. War­n­e­mann als Antrag­stel­ler Anton Schmidt. FOTO JACO­BI

Jor­di Gal­cer­an ist ein viel­fach preis­ge­krön­ter Autor, gebo­ren 1964 in Bar­ce­lo­na. Er debü­tier­te 1988 als Dra­ma­ti­ker. Sein Stück „Der Kre­dit“ haben sich Alex­an­der Schoe­n­hoff und Heinz W. War­n­e­mann aus­ge­sucht, um es im TAM OST zu insze­nie­ren und auch dar­stel­le­risch auf der Büh­ne umzu­set­zen.

Schoe­n­hoff ist seit 2007 Mit­glied des Ensem­ble TAM OST und Heinz W. War­n­e­mann übte Büh­nen­ak­ti­vi­tä­ten im TAM OST und ande­ren Thea­tern in der Regi­on aus.
Im über­aus dich­ten und fas­zi­nie­ren­den Kam­mer­spiel zie­hen die bei­den alle Regis­ter ihres Kön­nens.
Das Büro des Fili­al­lei­ters Goe­tz in der Man­ko­bank, der „Bank ihres Ver­trau­ens“, ist per­ma­nen­ter Schau­platz des Gesche­hens, in dem der Ban­ker Goe­tz (Alex­an­der Schoe­n­hoff) und der Bitt­stel­ler Anton Schmidt (Heinz W. War­n­e­mann) auf­ein­an­der­tref­fen.

Es geht um den Antrag von Schmidt für einen Kre­dit von 3000 Euro, den Goe­tz ihm man­gels jeg­li­cher Sicher­hei­ten nicht geben kann. Da Goe­tz nicht abweicht von sei­ner Absa­ge, sieht sich Schmidt gezwun­gen, Druck zu machen. Wie sich nun lang­sam die gan­ze Situa­ti­on wan­delt, der kor­rek­te und erfah­re­ne, sicher auf­tre­ten­de Ban­ker durch den unbe­irrt auf sei­nen Kre­dit behar­ren­den Antrag­stel­ler auf raf­fi­nier­te Art und Wei­se in sei­nen Grund­fes­ten erschüt­tert wird, ist allein psy­cho­lo­gisch geni­al ent­wi­ckelt. Schnell erfasst Schmidt, wo die Schwach­punk­te des zunächst so sou­ve­rän auf­tre­ten­den Fili­al­lei­ters lie­gen.

Das Gespräch wird zum ver­ba­len Duell zwi­schen Finanz­mensch und ein­fa­chem Bür­ger. Raf­fi­niert umgarnt die­ser so harm­los wir­ken­de „Kun­de“ den immer mehr ver­un­si­cher­ten Goe­tz. Alex­an­der Schoe­n­hoff ent­wirft Stück für Stück das Bild eines völ­lig ener­vier­ten Man­nes. Sei­ne Hän­de zit­tern, sei­ne Mund­win­kel zucken, er weicht buch­stäb­lich Schritt für Schritt zurück.

Wie war’s?

„Ich bin wirk­lich völ­lig begeis­tert von der Auf­füh­rung. Sie ist wort­ge­wal­tig und schau­spie­le­risch hoch­ka­rä­tig. Hier sieht man, wie Wor­te Über­zeu­gun­gen schaf­fen. Ich kann nur noch mal sagen, dass ich mit­ge­ris­sen bin von dem, was hier gezeigt wur­de.“

Ingo Klein
Rosen­heim

Schmidt droht, mit der Frau des Ban­kers eine Affä­re zu begin­nen. Was Goe­tz zunächst völ­lig unglaub­wür­dig erschien, bringt ihn bald an den Rand der Ver­zweif­lung. Er tappt in alle Fal­len, die der harm­los wir­ken­de Schmidt ihm stellt. Zwi­schen wüten­dem Auf­be­geh­ren und Ver­zweif­lung ist er zum Spiel­ball des schein­bar „unschein­ba­ren“ Bitt­stel­lers gewor­den. Wäh­rend Alex­an­der Schoe­n­hoff begeis­ternd die gan­ze Band­brei­te sei­ner Schau­spiel­kunst auf­zeigt, besticht War­n­e­mann durch fast stoi­sche Freund­lich­keit, er ist ein Meis­ter des sub­ti­len Agie­rens. Wo Goe­tz die Beherr­schung ver­liert, gibt Schmidt den intui­tiv han­deln­den Frau­en­ver­ste­her, der psy­cho­lo­gisch ver­siert Rat­schlä­ge ertei­len kann.

Groß­ar­tig brin­gen die bei­den Schau­spie­ler die Absur­di­tät, den herr­li­chen Humor, das sati­ri­sche Psy­cho­dra­ma des Stücks zur Wir­kung. Hin­rei­ßend ent­wi­ckeln sie die Span­nung und den Wort­witz, die Genia­li­tät einer Sprach­ge­walt. Kein Wun­der, dass das Pre­mie­ren­pu­bli­kum die zwei Regis­seu­re und Dar­stel­ler mit Ova­tio­nen fei­er­te. Da bleibt nur zu sagen: Hin­ge­hen und sich köst­lich amü­sie­ren!

Radio­fea­ture von Radio Regen­bo­gen, (Klick führt zum Ori­gi­nal) vom 16.4.2018, 19 Uhr.
Alle Rech­te an die­sem Fea­ture lie­gen bei Radio Regen­bo­gen.

Die­se Pro­duk­ti­on wird ermög­licht u.a. durch die Unter­stüt­zung fol­gen­der Fir­men:
dem Team von Bril­len Wohlf­art in Rosen­heim für deren freund­li­che Unter­stüt­zung in Sachen Requi­si­te.
Kom­po­nist Micha­el Hen­ke von Longroadaudio.de. für die musi­ka­li­sche Unter­stüt­zung.
Foto­graf Adri­an „Bra­ban­tus“ Sturm für die Bil­der.

...und ein spe­zi­el­les Dan­ke­schön! geht an die­ser Stel­le noch an Jut­ta Schmidt und Gün­ter Hend­rich! (Ein­fach weil!🏆)

2018 - Plakat - DER KREDIT, Modelle: Alexander Schoenhoff, Heinz W. Warnemann, Bild: Alexander Schoenhoff
2018 - Pla­kat - DER KRE­DIT, Model­le: Alex­an­der Schoe­n­hoff, Heinz W. War­n­e­mann, Bild: Alex­an­der Schoe­n­hoff
"Herr Goetz und Anton Schmidt", Alexander Schoenhoff und Heinz W. Warnemann, Bild: Adrian Sturm
„Herr Goe­tz und Anton Schmidt“, Alex­an­der Schoe­n­hoff und Heinz W. War­n­e­mann, Bild: Adri­an Sturm
Bil­der im Goog­le Foto­ar­chiv

PRE­MIE­RE:  Sa 14. APRIL 2018

WEI­TE­RE TER­MI­NE
Fr/Sa 20/21 April
So 22 April
Fr/Sa 27/28 April
So 29 April
Sa 05 Mai
So 06 Mai
Fr/Sa 11/12 Mai
So 13 Mai

Spiel­be­ginn: 
Frei­tags und Sams­tags 20 Uhr,
Sonn­tags 17 Uhr
Ein­lass:
ca. 15 Min. vor Spiel­be­ginn

Im ENSEM­BLE TAM OST

Regie:Alex­an­der Schoe­n­hoff und
Heinz W. War­n­e­mann
Assis­tenz:
Janet­te Kreu­zeder
Büh­ne:
Ensem­ble, Her­mann Hager, Nor­bert Rei­che, Ralf Hoch­ber­ger
Licht/Ton:
Her­mann Hager, Nor­bert Rei­che, sowie ergän­zend Ger­hard Sell­mair, Klaus Lüders
Spe­zi­el­le Audio-Kom­po­si­tio­nen:
Micha­el Hen­ke von Longroadaudio.de
Kos­tüm:Ensem­ble
Foto­gra­fie:Adri­an „Bra­ban­tus“ Sturm
Pla­kat / Pro­gramm:Alex­an­der Schoe­n­hoff
 Schau­spie­lerals
Alex­an­der Schoe­n­hoffFili­al­lei­ter Goe­tz
Heinz W. War­n­e­mannAnton Schmidt

Schlag­wor­te zum Stück