DER HEXER

Kriminalkomödie von Edgar Wallace

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DER HEXER - 2016 Plakat: Alexander Schoenhoff

DER HEXER – 2016
(lnr) Martin Thaller, Daniela Mayer, Klaus Schöberl und Thomas Terpetschnig

Vorstellungstermine:
Samstag, 20. Februar 2016, 20 Uhr, Première
Freitag / Samstag, 26. / 27. Februar, 20 Uhr
Freitag / Samstag, 4. / 5. März, 20 Uhr
Sonntag, 6. März, 17 Uhr
Freitag / Samstag, 11. / 12. März, 20 Uhr
Freitag / Samstag, 18. / 19. März, 20 Uhr

Im Ensemble TAM OST – Produktion (Klick zum zei­gen)
Regie: Ensemble
Bühne: Ensemble
Licht/Ton: Martin Knerich
Kostüm: Antje Oemichen
Fotografie Renate M. Mayer
Albert Aschl
Plakat: Alexander Schoenhoff
Im Ensemble TAM OST – Schauspiel (Klick zum zei­gen)
Schauspieler als
Daniela Mayer Inspector Wembury
Jutta Schmidt Cora Ann Milton
Klaus Einsele Maurice Masters
Helmut Huber Johnny Lenley
Hermann Kunz Dr. Lomond
Martin Thaller Chiefinspector Bliss
Thomas Terpetschnig
& Klaus Schöberl
Samuel Hackitt

Zum Inhalt:

Der Hexer - (lnr:) Insp. Wembury - Daniela Mayer, Chief Insp. Bliss - Martin Thaller, Dr. Lomond - Hermann Kunz und Cora Ann Milton -Jutta Schmidt

Der Hexer – (lnr:) Insp. Wembury – Daniela Mayer, Chief Insp. Bliss – Martin Thaller, Dr. Lomond – Hermann Kunz und Cora Ann Milton – Jutta Schmidt

Gwenda Milton war Sekretärin des Rechtsanwaltes Maurice Masters. Sie wird ermor­det in der Themse gefun­den. Ihr Bruder ist Arthur Milton, der so genann­te Hexer in Australien. Er dürf­te wohl nicht zögern, nach England zu kom­men und den Mord nicht unge­sühnt las­sen.

Chefinspektor Bliss und Frau Inspektor Wembury müs­sen also den Mörder Gwendas sehr schnell fin­den, noch bevor es dem Hexer gelingt, die Täter zu bestra­fen.

Der Chef der ermor­de­ten Gwenda, Maurice Masters, ent­puppt sich als kor­rup­ter Anwalt und Strafverteidiger und gerät drin­gend in Verdacht. Deshalb nis­ten sich Bliss und Wembury bei ihm ein, um ihn unter Kontrolle zu hal­ten. Unterstützt wer­den sie von Dr. Lomond. Der Polizeiarzt aus Paris wur­de aus­drück­lich zur Hilfe her­bei­ge­ru­fen.

Als Cora Ann, die Verlobte des Hexers, auf­taucht, wird schnell klar, dass der Hexer ganz in der Nähe sein muss. Doch die Enttarnung des Meisters der Verwandlung gestal­tet sich nicht ein­fach. Tarnen und Täuschen sind sei­ne spek­ta­ku­lä­ren Tricks – sie geben bis zum Schluss Rätsel auf.

Die Besucher des TAM OST wer­den jeden­falls gebe­ten, über den Ausgang des Stückes Stillschweigen zu bewah­ren!


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© OVB 24.02.2016, Margit Jacobi

Beim „Hexer“ zucken die Glühlampen

Es ist unmög­lich, von Edgar Wallace nicht gefes­selt zu sein“. Im stets unver­än­der­ten Bühnenbild eines groß­zü­gi­gen Raumes mit Couch und Sessel in leuch­ten­dem Rot und klei­ner Bar an der lin­ken Seite, agie­ren die Schauspieler rasant im wech­sel­vol­len Geschehen.
Mit die­sem Spruch bewarb der Goldmann-Verlag sei­ne Serie von Edgar Wallace-Krimis, die über vier Jahrzehnte höchst erfolg­reich ver­kauft wur­den. Edgar Wallace Ruhm begrün­de­te sein Theaterstück „Der Hexer“, das 1926 in England urauf­ge­führt und spä­ter auch vie­le Male ver­filmt wur­de. Das Ensemble des Rosenheimer TAM-Ost insze­nier­te und spiel­te jetzt die Kriminalkomödie zu Beginn sei­ner Theatersaison.

Der Hexer co: OVB, Margit Jacobi - (lnr: Jutta Schmidt, Martin Thaller, Hermann Kunz)

Der Hexer co: OVB, Margit Jacobi – (lnr: Jutta Schmidt, Martin Thaller, Hermann Kunz)

Inspektor Wembury (Daniela Mayer) befragt den Anwalt Maurice Masters (Klaus Einsele) hier in sei­nem Zuhause, um den Mord an Masters Sekretärin Gwenda Milton auf­zu­klä­ren. Diese war tot in der Themse auf­ge­fun­den wor­den. Masters ist bekannt als Anwalt der Unterwelt und alles ande­re als seri­ös. Er hat­te eine flo­rie­ren­de Praxis in London, kün­dig­te Gwenda Milton und zog sich plötz­lich in die­ses Dorf zurück. Da aber Arthur Milton, der soge­nann­te Hexer, Gwendas Bruder ist, kann man davon aus­ge­hen, dass er aus Australien zurück nach London kom­men wird, um den Tod sei­ner Schwester zu rächen. Chefinspektor Bliss (Martin Thaller) von Scotland Yard ermit­telt eben­falls und bedeu­tet Masters, in wel­cher Gefahr er sich befin­det.

Hinreißend agie­ren Klaus Schöberl und Thomas Terpetschnig als die Butler Hackitt und Kackitt im Hause Masters. Sie ser­vie­ren nicht nur Kaffee, son­dern pures Vergnügen im Doppelpack, glän­zen mit bered­ter Mimik und herr­li­chem Slapstick. Jedes Mal wenn es bei Masters läu­tet, schnurrt wech­sel­wei­se einer der bei­den im Hintergrund quer über die Bühne zur Türe, als wäre er elek­trisch ange­trie­ben. Dr. Lemond (Hermann Kunz), ein Inspektor aus Paris, kommt um sei­ne Kollegen aus London zu unter­stüt­zen und schließ­lich taucht auch noch Cora Ann Milton (Jutta Schmidt), die Frau des berüch­tig­ten Hexers, bei dem Anwalt auf. Mit ihrer attrak­ti­ven Erscheinung, sexy und anfäng­lich sehr selbst­be­wusst, beein­druckt sie Dr. Lemond zwar, doch traut er auch ihr nicht.

Jedes mal, wenn der Name „der Hexer“ fällt, zucken die bei­den Glühlampen, die von der Decke hän­gen, hef­tig, ver­un­si­chern die Figuren im Spiel und hei­zen die Spannung wei­ter an.

Als dann auch noch Jonny Lenley (Helmut Huber) erscheint, ein Ganove in abge­ris­se­ner Lederkluft, der mit Masters eine Rechnung offen hat, wird die Situation für den Anwalt immer brenz­li­ger und der Kreis der Verdächtigen immer grö­ßer. Nach Jonnys thea­tra­li­schem Abgang hört Masters Geräusche hin­ter einer ver­schieb­ba­ren Wand. Kam Jonny zurück, um Masters zu erwür­gen? Befreites Lachen ent­spannt die Zuschauer kurz, als der Anwalt eine Ratte als Störenfried erkun­det.

Wer aber nun ist der Hexer, fragt sich das Publikum in der Pause. Schön gru­se­lig eröff­net die Melodie „Spiel mir das Lied vom Tod“ den zwei­ten Teil der Handlung, der die Turbulenzen auf der Bühne noch anheizt. Hier geht man sämt­li­chen Spuren ein­drucks­voll auf den Leim!

Exzellent aus­ge­wähl­te Schauspieler, die ihre Rollen alle her­vor­ra­gend in flüs­si­gem und poin­tier­tem Spiel umset­zen und eine undurch­sich­ti­ge, hoch span­nend insze­nier­te Handlung, las­sen den Theaterabend zum wun­der­bar schau­ri­gen Vergnügen wer­den. Und natür­lich kann man die Bitte des Ensembles im Programmheft sehr gut ver­ste­hen, als Besucher den Ausgang des Stückes nicht zu ver­ra­ten. Die Spannung muss für spä­te­re Zuschauer unbe­dingt erhal­ten wer­den, Ehrensache!

Fotos: Albert Ascherl