Kri­mi­nal­ko­mö­die von Edgar Wal­lace

Regie: Ensem­ble

Gwen­da Mil­ton war Sekre­tä­rin des Rechts­an­wal­tes Mau­rice Mas­ters. Sie wird ermor­det in der Them­se gefun­den. Ihr Bru­der ist Arthur Mil­ton, der so genann­te Hexer in Aus­tra­li­en. Er dürf­te wohl nicht zögern, nach Eng­land zu kom­men und den Mord nicht unge­sühnt las­sen.

Der Hexer - (lnr:) Insp. Wembury - Daniela Mayer, Chief Insp. Bliss - Martin Thaller, Dr. Lomond - Hermann Kunz und Cora Ann Milton -Jutta Schmidt
Der Hexer - (lnr:) Insp. Wem­bu­ry - Danie­la May­er, Chief Insp. Bliss - Mar­tin Thal­ler, Dr. Lomond - Her­mann Kunz und Cora Ann Mil­ton -Jut­ta Schmidt

Chef­inspek­tor Bliss und Frau Inspek­tor Wem­bu­ry müs­sen also den Mör­der Gwen­das sehr schnell fin­den, noch bevor es dem Hexer gelingt, die Täter zu bestra­fen.

Der Chef der ermor­de­ten Gwen­da, Mau­rice Mas­ters, ent­puppt sich als kor­rup­ter Anwalt und Straf­ver­tei­di­ger und gerät drin­gend in Ver­dacht. Des­halb nis­ten sich Bliss und Wem­bu­ry bei ihm ein, um ihn unter Kon­trol­le zu hal­ten. Unter­stützt wer­den sie von Dr. Lomond. Der Poli­zei­arzt aus Paris wur­de aus­drück­lich zur Hil­fe her­bei­ge­ru­fen.

Als Cora Ann, die Ver­lob­te des Hexers, auf­taucht, wird schnell klar, dass der Hexer ganz in der Nähe sein muss. Doch die Ent­tar­nung des Meis­ters der Ver­wand­lung gestal­tet sich nicht ein­fach. Tar­nen und Täu­schen sind sei­ne spek­ta­ku­lä­ren Tricks - sie geben bis zum Schluss Rät­sel auf.

Die Besu­cher des TAM OST wer­den jeden­falls gebe­ten, über den Aus­gang des Stü­ckes Still­schwei­gen zu bewah­ren!

© OVB 24.02.2016, Mar­grit Jaco­bi

Beim „Hexer“ zucken die Glüh­lam­pen

„Es ist unmög­lich, von Edgar Wal­lace nicht gefes­selt zu sein“. Im stets unver­än­der­ten Büh­nen­bild eines groß­zü­gi­gen Rau­mes mit Couch und Ses­sel in leuch­ten­dem Rot und klei­ner Bar an der lin­ken Sei­te, agie­ren die Schau­spie­ler rasant im wech­sel­vol­len Gesche­hen.
Mit die­sem Spruch bewarb der Gold­mann-Ver­lag sei­ne Serie von Edgar Wal­lace-Kri­mis, die über vier Jahr­zehn­te höchst erfolg­reich ver­kauft wur­den. Edgar Wal­lace Ruhm begrün­de­te sein Thea­ter­stück „Der Hexer“, das 1926 in Eng­land urauf­ge­führt und spä­ter auch vie­le Male ver­filmt wur­de. Das Ensem­ble des Rosen­hei­mer TAM-Ost insze­nier­te und spiel­te jetzt die Kri­mi­nal­ko­mö­die zu Beginn sei­ner Thea­ter­sai­son.

Inspek­tor Wem­bu­ry (Danie­la May­er) befragt den Anwalt Mau­rice Mas­ters (Klaus Ein­se­le) hier in sei­nem Zuhau­se, um den Mord an Mas­ters Sekre­tä­rin Gwen­da Mil­ton auf­zu­klä­ren. Die­se war tot in der Them­se auf­ge­fun­den wor­den. Mas­ters ist bekannt als Anwalt der Unter­welt und alles ande­re als seri­ös. Er hat­te eine flo­rie­ren­de Pra­xis in Lon­don, kün­dig­te Gwen­da Mil­ton und zog sich plötz­lich in die­ses Dorf zurück. Da aber Arthur Mil­ton, der soge­nann­te Hexer, Gwen­das Bru­der ist, kann man davon aus­ge­hen, dass er aus Aus­tra­li­en zurück nach Lon­don kom­men wird, um den Tod sei­ner Schwes­ter zu rächen. Chef­inspek­tor Bliss (Mar­tin Thal­ler) von Scot­land Yard ermit­telt eben­falls und bedeu­tet Mas­ters, in wel­cher Gefahr er sich befin­det.

Hin­rei­ßend agie­ren Klaus Schö­berl und Tho­mas Ter­pet­sch­nig als die But­ler Hackitt und Kackitt im Hau­se Mas­ters. Sie ser­vie­ren nicht nur Kaf­fee, son­dern pures Ver­gnü­gen im Dop­pel­pack, glän­zen mit bered­ter Mimik und herr­li­chem Slap­stick. Jedes Mal wenn es bei Mas­ters läu­tet, schnurrt wech­sel­wei­se einer der bei­den im Hin­ter­grund quer über die Büh­ne zur Türe, als wäre er elek­trisch ange­trie­ben. Dr. Lemond (Her­mann Kunz), ein Inspek­tor aus Paris, kommt um sei­ne Kol­le­gen aus Lon­don zu unter­stüt­zen und schließ­lich taucht auch noch Cora Ann Mil­ton (Jut­ta Schmidt), die Frau des berüch­tig­ten Hexers, bei dem Anwalt auf. Mit ihrer attrak­ti­ven Erschei­nung, sexy und anfäng­lich sehr selbst­be­wusst, beein­druckt sie Dr. Lemond zwar, doch traut er auch ihr nicht.

Jedes mal, wenn der Name „der Hexer“ fällt, zucken die bei­den Glüh­lam­pen, die von der Decke hän­gen, hef­tig, ver­un­si­chern die Figu­ren im Spiel und hei­zen die Span­nung wei­ter an.

Als dann auch noch Jon­ny Len­ley (Hel­mut Huber) erscheint, ein Gano­ve in abge­ris­se­ner Leder­kluft, der mit Mas­ters eine Rech­nung offen hat, wird die Situa­ti­on für den Anwalt immer brenz­li­ger und der Kreis der Ver­däch­ti­gen immer grö­ßer. Nach Jon­nys thea­tra­li­schem Abgang hört Mas­ters Geräu­sche hin­ter einer ver­schieb­ba­ren Wand. Kam Jon­ny zurück, um Mas­ters zu erwür­gen? Befrei­tes Lachen ent­spannt die Zuschau­er kurz, als der Anwalt eine Rat­te als Stö­ren­fried erkun­det.

Wer aber nun ist der Hexer, fragt sich das Publi­kum in der Pau­se. Schön gru­se­lig eröff­net die Melo­die „Spiel mir das Lied vom Tod“ den zwei­ten Teil der Hand­lung, der die Tur­bu­len­zen auf der Büh­ne noch anheizt. Hier geht man sämt­li­chen Spu­ren ein­drucks­voll auf den Leim!

Exzel­lent aus­ge­wähl­te Schau­spie­ler, die ihre Rol­len alle her­vor­ra­gend in flüs­si­gem und poin­tier­tem Spiel umset­zen und eine undurch­sich­ti­ge, hoch span­nend insze­nier­te Hand­lung, las­sen den Thea­ter­abend zum wun­der­bar schau­ri­gen Ver­gnü­gen wer­den. Und natür­lich kann man die Bit­te des Ensem­bles im Pro­gramm­heft sehr gut ver­ste­hen, als Besu­cher den Aus­gang des Stü­ckes nicht zu ver­ra­ten. Die Span­nung muss für spä­te­re Zuschau­er unbe­dingt erhal­ten wer­den, Ehren­sa­che!

2016 - DER HEXER, Modelle(lnr): Klaus Schöberl, Thomas Terpetschnig, Martin Thaller, Daniela Mayer, Fotos: div, Bild: Alexander Schoenhoff
"Maurice Masters und Johnny Lenley" Klaus Einsele und Helmut Huber Bild: Albert Aschl
Bil­der im Goog­le Foto­ar­chiv

PRE­MIE­RE:  Sa 20. Febru­ar 2016

WEI­TE­RE TER­MI­NE
Fr/Sa 26/27 Febru­ar
Fr/Sa 04/05 März
So 06 März
Fr/Sa 11/12 März
Fr/Sa 18/19 März

Spiel­be­ginn: 
Frei­tags und Sams­tags 20 Uhr,
Sonn­tags 17 Uhr
Ein­lass:
ca. 15 Min. vor Spiel­be­ginn

Im ENSEM­BLE TAM OST

Regie:Ensem­ble
Assis­tenz:Ensem­ble
Büh­ne:Ensem­ble
Licht/Ton:Mar­tin Kne­rich
Kos­tüm:Ant­je Oemi­chen
Foto­gra­fie:Albert Aschl
Pla­kat:Alex­an­der Schoe­n­hoff
 Schau­spie­lerals
Danie­la May­erInspec­tor Wem­bu­ry
Jut­ta SchmidtCora Ann Mil­ton
Klaus Ein­se­leMau­rice Mas­ters
Hel­mut HuberJohn­ny Len­ley
Her­mann KunzDr. Lomond
Mar­tin Thal­lerChef­inspec­tor Bliss
Klaus Schö­berl und Tho­mas Ter­pet­sch­nigSamu­el Hackitt

Schlag­wor­te zum Stück