DAS MISSVERSTÄNDNIS

Schauspiel von Albert Camus

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Vorstellungstermine:2017 - Plakat - Das Missverständnis

Samstag, 18. März 2017, 20 Uhr, PREMIERE 
Freitag / Samstag, 24. / 25. März, 20 Uhr
Sonntag, 26. März, 17 Uhr
Freitag 31. März / Samstag, 1. April, 20 Uhr
Sonntag, 2. April, 17 Uhr
Freitag / Samstag, 7. / 8. April, 20 Uhr
Sonntag, 9. April, 17 Uhr

(Klicken zum anzei­gen)
Im Ensemble TAM OST – Produktion
Regie: Stefan V. Schmidt
Assistenz Birgit Herzig
Marianne Eckardt
Bühnenbild: Klaus Lüders
Stefan V. Schmidt
Bühnenbau: Klaus Lüders
Licht/Ton: Florian Fuchs
Fotografie: Albert Aschl
Renate M. Mayer
Alexander Schoenhoff
Plakat: Alexander Schoenhoff
Im Ensemble TAM OST – Schauspiel
Schauspieler als
Mirjam Bertagnolli Maria
Sabine Herrberg Mutter
Jutta Schmidt Martha
Oliver Männer Jan
Helmut Meier Der alte Knecht

Zum Inhalt:

Maria: „Wussten Sie da bereits, dass es Ihr Bruder war?“

Martha: „Wenn Sie es unbe­dingt wis­sen wol­len, es war ein Missverständnis. Und wenn Sie die Welt ein biss­chen ken­nen, wird Sie das nicht wun­dern.“

Es men­schelt gewal­tig in Camus´ schau­ri­gem Schauspiel um die Sinnlosigkeit des Lebens, die Liebe und die Sehn­sucht nach dem Glück.

Das schlech­te Gewissen lässt den rei­chen Jan nach vie­len Jahren ins abge­le­ge­ne Gasthaus der Eltern zurück­keh­ren. Sich selbst sieht er als Glückes Schmied für Mutter und Schwester und will ihnen ihre Wünsche von den Augen able­sen. Doch fata­ler­wei­se ver­wech­selt er gut­mei­nen­de Manipulation mit auf­rich­ti­ger Menschen­liebe. Er wird sei­nen Hochmut büßen müs­sen, denn bei­de mor­den rei­che Gäste, um zu über­le­ben. Schon seit lan­gem tötet die Alte nur noch mecha­nisch: „Die Ge­wohnheit beginnt beim zwei­ten Verbrechen. Beim ers­ten beginnt nichts – da hört etwas auf.“ Und so wächst die Tochter zur Mittäterin her­an: „Ich dach­te, das Verbrechen sei unser Heim und wür­de mei­ne Mutter und mich auf ewig bin­den. An wen auf der Welt soll­te ich mich hal­ten als an die­je­ni­ge, die gemein­sam mit mir getö­tet hat?“

Nichts für schwa­che Nerven – die­ses ewi­ge, grau­sig-schö­ne und viel­schich­ti­ge Spiel um den Sinn des Lebens.
(Text: Maleen Schultka)

Bilder fin­den Sie hier in der Galerie oder in der sepa­ra­ten Google-Fotogalerie.
(Bei Weiterverwendung Rechte beach­ten!)

Audio-Feature von Julia Bachmaier, Radio Charivari Rosenheim

Original sie­he http://rr-online.de/news/ein-riesen-grosses-missverstndnis,2167

© ovb, 22.03.2017, Margrit Jacobi
Original hier:
https://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/gott-unendlich-fern-7948764.html

Gott ist unendlich fern

Tochter (Jutta Schmidt) und Mutter (Sabine Herrberg). Jacobi © OVB

Tochter (Jutta Schmidt) und Mutter (Sabine Herrberg). Jacobi © OVB

Gott ist unend­lich fern im Stück „Das Missverständnis“ von Albert Camus, einem beken­nen­den Atheisten, der das Leben als sinn­lo­ses Gefüge betrach­te­te.

Der Nobelpreisträger schrieb das Werk von ele­men­ta­rer Wucht, das die Dämonen los­lässt, 1941 wäh­rend des Zweiten Weltkrieges, in dem er selbst in Frankreich Widerstandskämpfer war. Regisseur Stefan Vincent Schmidt hat es jetzt für das Theater am Markt insze­niert.

Dicke Seile umrah­men die Bühne. Ein rie­si­ger Keil in Grau und Weiß dia­go­na­li­siert den Bühnenboden. Im Hintergrund sym­bo­li­siert blau­es Licht, das durch dün­ne Vorhänge leuch­tet, ein ersehn­tes, weit ent­fern­tes Meer. Mutter (Sabine Herrberg) und Tochter Martha (Jutta Schmidt) spre­chen zu Beginn über einen neu ein­ge­trof­fe­nen Gast, den sie, wie vie­le vor­her, erst betäu­ben, dann aus­rau­ben und in den Fluss wer­fen wol­len. So ver­su­chen sie, die deso­la­te Situation ihres schlecht besuch­ten Hotels auf­zu­bes­sern. Kalkweiß geschminkt sind ihre Gesichter. Emotionslos und meist mono­ton ist die Stimme der Tochter. Von Erschöpfung gezeich­net und von Zweifeln geplagt wünscht sich die alte Mutter Ruhe. „Töten ist anstren­gend“ erwi­dert sie der Tochter, die hart und ohne Erbarmen das Töten for­dert. Musik von Ligeti in illu­sio­nä­ren melo­disch rhyth­mi­schen Klängen beglei­tet die ers­te Szene.

Eines Tages kommt der lan­ge abwe­sen­de Sohn Jan (Oliver Männer) zurück. Er gibt sich, ent­ge­gen dem Rat sei­ner Frau Maria (Mirjam Bertagnolli) nicht zu erken­nen, in der Hoffnung, erkannt zu wer­den, und um zu sehen, wie er hel­fen kann. Aber sie erken­nen in dem neu­en Gast nicht den Sohn und Bruder, sie sehen in ihm nur das lukra­ti­ve Opfer.

Im Hintergrund geht wäh­rend des gan­zen Geschehens immer wie­der der Knecht (Helmut Meier) vor­bei, als Symbol für den Mechanismus des Zufalls und für die Unbarmherzigkeit der Handlung in die­ser absur­den Tragödie.

Als Jan allein ist, erklärt ihm (Anm.d.Red.: die ihn nicht erken­nen­de Schwester) Martha in har­scher Rede: „ Hier wer­den Sie nichts fin­den, was mensch­li­cher Nähe ähnelt.“ Weiter knüpft sie die Seile und zieht sie nun auch über die Front zum Publikum. Wie eine Spinne umgarnt sie ihr Opfer. Mit bru­ta­ler Härte beharrt sie dar­auf, das grau­sa­me Tun am heu­ti­gen Abend zu ver­rich­ten, als die Mutter um Aufschub bit­tet. Martha will end­lich ans Meer, in eine hei­ße Sonne, die alle Vergangenheit ver­brennt. Jan über­fal­len Zweifel, doch er nimmt den ange­bo­te­nen Schlaftrunk zu sich.

Am nächs­ten Morgen, als das Verbrechen gesche­hen ist, bringt der Knecht den Pass des Fremden. „Ich wer­de ihn am Grund des Meeres suchen gehen“ sagt die Mutter. „Wenn eine Mutter nicht fähig ist, ihren Sohn zu erken­nen, hat sie ihre Rolle auf der Erde aus­ge­spielt. Ich habe die Freiheit ver­lo­ren, für mich beginnt die Hölle!

Grandios und erschüt­ternd bringt Sabine Herrberg das Ausbrechen der lang erstarr­ten Gefühle zum Ausdruck. Ihr Herz hat die Sprache wie­der­ge­fun­den. Sie ver­lässt die Tochter, die zu lie­ben sie auf­ge­hört hat und geht zu ihrem Sohn. Martha aber ver­harrt in ihrem Hass. Als Maria kommt, ihren Mann zu fin­den, berich­tet ihr Martha eis­kalt und erbar­mungs­los, was geschah. „Es war ein Missverständnis. Ich dach­te, das Verbrechen sei mei­ne Heimat, alles war ein Irrtum. Ihre Tränen widern mich an“ sagt sie, als Maria zusam­men­bricht. Die kann am Ende zu Gott beten und von ihm Mitleid erfle­hen.

Aus der Absurdität des Zufalls ent­steht in die­sem Stück eine höh­ni­sche Groteske, die Stefan Vincent Schmidt groß­ar­tig insze­niert hat. Er hat ein Glanzstück im Repertoire des TAM OST geschaf­fen, das Zeichen setzt.

Die Hochachtung gilt allen sei­nen Schauspielern, die beein­dru­ckend agie­ren, allen vor­an Sabine Herrberg mit ihrem sub­ti­len Spiel. Ebenso glänzt Jutta Schmidt in ihrer Rolle der gefühl­lo­sen Tochter. Oliver Männer als Jan ist eine stim­mi­ge Entsprechung, und Mirjam Bertagnolli berührt als auf­rich­tig leben­de und lie­ben­de Maria.

Bildserie von Albert Aschl, alle Rechte vor­be­hal­ten.
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