BLUMEN AUS STAHL

von Robert Harling

ZUM STÜCKZUR KRITIK
2013 - Plakat - Blumen aus Stahl

2013 – Plakat – Blumen aus Stahl

Vorstellungstermine: 
PREMIERE
– Freitag, 22. Februar, 20 Uhr
Samstag, 23. Februar, 20 Uhr
Sonntag, 24. Februar, 17 Uhr
Donnertag, 28. Februar, 20 Uhr
Freitag / Samstag, 1. / 2. März, 20 Uhr
Sonntag, 3. März, 17 Uhr
Samstag, 9. März, 20 Uhr
Sonntag, 10. März, 17 Uhr
15. / 16. März wird das Stück nicht gespielt
Freitag, 22. März, 20 Uhr

Im Ensemble TAM-OST spie­len:
Stefanie Högl, Claudia Rucker-Müller, Gabriela Schmidt,
Jutta Schmidt, Brigitte Schwab und Angelika Sewald-Löffelmann

Regie: Susanne Braune
Assistenz: Hilke Meyer
Kostüm: Alex Zinn
Bühne: Klaus Lüders
Technik und Plakat: Alexander Schoenhoff


Angelika Sewald-Löffelmann (l), Brigitte Schwab (r) und Stefanie Högl (v)

Clairee, Truvy und Shelby”  Angelika Sewald-Löffelmann (l), Brigitte Schwab ® und Stefanie Högl (v)

Zum Inhalt: In einer Kleinstadt des US-Südstaates Louisiana tref­fen sich jeden Samstag fünf Frauen in Truvys Schönheits­salon, um mit sehr viel Haarspray den Tücken des Alltags zu ent­flie­hen und bei einem Kaffee den neu­es­ten Tratsch aus­zu­tau­schen. An beson­de­ren Tagen kommt auch die jun­ge Shelby hin­zu.

Mit Ironie, etwas Galgenhumor und locke­ren Sprüchen, die nicht immer für Männerohren geeig­net sind, trot­zen sie den Stürmen des Lebens. Wie Blumen rich­ten sie sich wie­der auf, erblü­hen aufs Neue und gehen mit den Jahreszeiten.

Die Zeit bleibt eben trotz Schicksalsschlägen nicht ste­hen und unse­re Blumen erwei­sen sich so wider­standsfähig wie Stahl…

Soundtrack zum Stück von Stefanie Högl (3 Tracks)
https://soundcloud.com/stefanina-janaina-h-gl/sets/soundtrack-zu-blumen-aus-stahl

Oberbayerisches Volksblatt vom 16.02.2013

TRAGIKOMÖDIE VON ROBERT HARLING IM THEATER AM MARKT OST

Blumen aus Stahl”

Angelika Sewald-Löffelmann (l), Brigitte Schwab (r) und Gabriela Schmidt (v)Bild: fkn, ovb 2013

Angelika Sewald-Löffelmann (l), Brigitte Schwab ® und Gabriela Schmidt (v)
Bild: fkn, ovb 2013

Der ame­ri­ka­ni­sche Schriftsteller Robert Harling war Drehbuchautor gro­ßer Erfolge wie „Sister Act” und „Der Club der Teufelinnen”. Auch sein Bühnenstück „Steel Magnolias” wur­de mit Julia Roberts und Shirley MacLaine ver­filmt.

Nun gibt Susanne Braune mit der deut­schen Fassung „Blumen aus Stahl” ihr Regiedebüt im Rosenheimer TAM OST in der Chiemseestraße 31. Première der Tragikomödie ist am Freitag, 22. Februar, um 20 Uhr.

Truvys Schönheitssalon in einer Südstaaten-Kleinstadt ist der Treffpunkt von fünf Frauen, wie sie unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten. Mit Haarspray und Kaffee ent­flie­hen sie dort den Tücken des Alltags.

Im Ensemble TAM OST spie­len Gabriela Schmidt, Angelika Sewald-Löffelmann, Claudia Rucker-Müller, Stefanie Högl, Jutta Schmidt und Brigitte Schwab die sti­cheln­den Freundinnen Ouiser und Clairee, die besorg­te Mutter MLynn und ihre Tochter Shelby und Annelle, die bei Truvy eine neue Heimat fin­det.

Es sind Momentaufnahmen aus Shelbys kur­zem Leben, an denen die Zuschauer teil­ha­ben, wie dem Tag ihrer Hochzeit oder wenn sie von ihrer Schwangerschaft erzählt. Aber auch für die­se ver­gnüg­te Truppe gibt es Schicksalsschläge. Doch mit Galgenhumor und locke­ren Sprüchen trot­zen sie den Stürmen des Lebens. Wie Blumen rich­ten sie sich wie­der auf und erwei­sen sich als so wider­stands­fä­hig wie Stahl.

Stefanie Högl hat für die­ses Stück drei Lieder geschrie­ben, deren Rhythmik und Melodie die Veränderungen der Figuren spie­geln und die als Gesamtkomposition das Gefühl ihrer Zusammengehörigkeit aus­drü­cken.

Kritik OVB vom 26.02.2013, von Margit Jacobi

Die Stärke der Frauen

(lnr)"Shelby, Miss Truvy, Annelle und M'Lynn" Bild: Margit Jacobi

(lnr)„Shelby, Miss Truvy, Annelle und M’Lynn”
Bild: Margit Jacobi

Sind Frauen unter sich, zei­gen sie völ­lig ande­re Verhaltensweisen, als wenn sich auch nur ein Mann im Raum befin­det. Frauen wis­sen um die­se Tatsache, aber auch Männer kön­nen sich nun dank des neu­en Stückes „Blumen aus Stahl” davon über­zeu­gen.

Die aktu­el­le Produktion im TAM OST unter der Erstlingsregie von Susanne Braune gibt Einblick in das Leben von sechs Frauen einer Kleinstadt im US-Südstaat Lousiana. Jeden Samstag tref­fen sie sich in Truvys Schönheitssalon, in den nie­mals ein Mann sei­nen Fuß set­zen wür­de. Hier wer­den all die klei­nen und gro­ßen Freuden, Probleme und neu­es­ter Klatsch aus­ge­tauscht.

Autor Robert Harling hat­te in sei­nem ers­ten und tri­vi­al erzähl­tem Stück „Steel Magnolias” viel Biografisches ver­wen­det und es im Gedenken an sei­ne jün­ge­re Schwester geschrie­ben. Die Verfilmung von 1989 reüs­sier­te in pro­mi­nen­ter Besetzung mit Stars wie Shirley MacLaine, Julia Roberts oder Sally Field.

In der gleich­blei­ben­den Kulisse des Salons auf der Bühne im TAM OST mit sti­li­sier­ten Spiegeln und klei­ner Sitzgruppe wer­den die Charaktere der Frauen gezeich­net. Die Regisseurin ord­ne­te jeder eine bestimm­te Farbe zu. Die roman­tisch ver­an­lag­te Truvy (Brigitte Schwab) liebt Rot. Das drückt sich bei ihr nicht nur wie bei ihren Freundinnen in Kleidung und Schuhen, son­dern auch ihrem Arbeitsbereich aus.

Mit Shelbys Hochzeitstag beginnt die Geschichte, gespielt in Zeitsprüngen inner­halb zwei­er Jahre und ver­bild­licht in Video-Installationen farb­star­ker Blumen- und Landschaftsfotografien. Stefanie Högl ver­kör­pert die wil­lens­star­ke jun­ge Frau inten­siv und glaub­wür­dig. Dazu gibt sie mit ihrer drei­tei­li­gen Komposition dem Geschehen die stim­mi­ge musi­ka­li­sche Entsprechung und berührt mit ihrem Lied.

Claudia Rucker-Müller in der Rolle ihrer Mutter MLynn bekommt am Ende die Chance für einen star­ken Auftritt, den sie über­zeu­gend spielt. Angelika Sewald-Löffelmann als Witwe Clairee zeich­net gelun­gen das Profil einer Frau, die ohne Mann erfolg­reich ihr Leben meis­tert. Gabriela Schmidt als kampf­lus­ti­ge Ouiser bringt etwas Pfeffer in die Runde, und Hascherl Annelle (Jutta Schmidt) mau­sert sich unter der Obhut der Ladies zur selbst­be­wuss­ten Frau. Zusammen ent­wi­ckeln sie alle eine Stärke, die sie auch gro­ße Schicksalsschläge meis­tern lässt.

Etliche Textunsicherheiten waren dem Premieren-Lampenfieber zuzu­schrei­ben, und so man­che flot­ten Sprüche kom­men in der deut­schen Übersetzung nicht so tref­fend daher wie im Sprachrhythmus des eng­li­schen Originals. Das Publikum, unter ihnen auch vie­le männ­li­che Besucher, hono­rier­te die Aufführung mit star­kem Beifall.