von Robert Har­ling

Regie: Susan­ne Brau­ne

In einer Klein­stadt des US-Süd­staa­tes Loui­sia­na tref­fen sich jeden Sams­tag fünf Frau­en in Tru­vys Schönheits­salon, um mit sehr viel Haar­spray den Tücken des All­tags zu ent­flie­hen und bei einem Kaf­fee den neu­es­ten Tratsch aus­zu­tau­schen. An beson­de­ren Tagen kommt auch die jun­ge Shel­by hin­zu.

Mit Iro­nie, etwas Gal­gen­hu­mor und locke­ren Sprü­chen, die nicht immer für Män­ne­r­oh­ren geeig­net sind, trot­zen sie den Stür­men des Lebens. Wie Blu­men rich­ten sie sich wie­der auf, erblü­hen aufs Neue und gehen mit den Jah­res­zei­ten.

Die Zeit bleibt eben trotz Schick­sals­schlä­gen nicht ste­hen und unse­re Blu­men erwei­sen sich so wider­standsfähig wie Stahl...

Sound­track zum Stück von Ste­fa­nie Högl (3 Tracks): 
https://soundcloud.com/stefanina-janaina-h-gl/sets/soundtrack-zu-blumen-aus-stahl

Zum Album mit Pro­ben­fo­tos: https://goo.gl/photos/kWHDuGKBeX2TKka76

ovb, 16.02.2013

TRA­GI­KO­MÖ­DIE VON ROBERT HAR­LING
IM THEA­TER AM MARKT OST

„Blu­men aus Stahl“

Angelika Sewald-Löffelmann (l), Brigitte Schwab (r) und Gabriela Schmidt (v)Bild: fkn, ovb 2013
Ange­li­ka Sewald-Löf­fel­mann (l), Bri­git­te Schwab ® und Gabrie­la Schmidt (v)
Bild: fkn, ovb 2013

Der ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­ler Robert Har­ling war Dreh­buch­au­tor gro­ßer Erfol­ge wie „Sis­ter Act“ und „Der Club der Teu­fe­lin­nen“. Auch sein Büh­nen­stück „Steel Magno­li­as“ wur­de mit Julia Roberts und Shir­ley Mac­Lai­ne ver­filmt.

Nun gibt Susan­ne Brau­ne mit der deut­schen Fas­sung „Blu­men aus Stahl“ ihr Regie­de­büt im Rosen­hei­mer TAM OST in der Chiem­see­stra­ße 31. Pre­mie­re der Tra­gi­ko­mö­die ist am Frei­tag, 22. Febru­ar, um 20 Uhr.

Tru­vys Schön­heits­sa­lon in einer Süd­staa­ten-Klein­stadt ist der Treff­punkt von fünf Frau­en, wie sie unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten. Mit Haar­spray und Kaf­fee ent­flie­hen sie dort den Tücken des All­tags.

Im Ensem­ble TAM OST spie­len Gabrie­la Schmidt, Ange­li­ka Sewald-Löf­fel­mann, Clau­dia Rucker-Mül­ler, Ste­fa­nie Högl, Jut­ta Schmidt und Bri­git­te Schwab die sti­cheln­den Freun­din­nen Oui­ser und Clai­ree, die besorg­te Mut­ter MLynn und ihre Toch­ter Shel­by und Annel­le, die bei Tru­vy eine neue Hei­mat fin­det.

Es sind Moment­auf­nah­men aus Shel­bys kur­zem Leben, an denen die Zuschau­er teil­ha­ben, wie dem Tag ihrer Hoch­zeit oder wenn sie von ihrer Schwan­ger­schaft erzählt. Aber auch für die­se ver­gnüg­te Trup­pe gibt es Schick­sals­schlä­ge. Doch mit Gal­gen­hu­mor und locke­ren Sprü­chen trot­zen sie den Stür­men des Lebens. Wie Blu­men rich­ten sie sich wie­der auf und erwei­sen sich als so wider­stands­fä­hig wie Stahl.

Ste­fa­nie Högl hat für die­ses Stück drei Lie­der geschrie­ben, deren Rhyth­mik und Melo­die die Ver­än­de­run­gen der Figu­ren spie­geln und die als Gesamt­kom­po­si­ti­on das Gefühl ihrer Zusam­men­ge­hö­rig­keit aus­drü­cken.

 


 

ovb, 26.02.2013, von Mar­grit Jaco­bi

Die Stär­ke der Frau­en

Sind Frau­en unter sich, zei­gen sie völ­lig ande­re Ver­hal­tens­wei­sen, als wenn sich auch nur ein Mann im Raum befin­det. Frau­en wis­sen um die­se Tat­sa­che, aber auch Män­ner kön­nen sich nun dank des neu­en Stü­ckes „Blu­men aus Stahl“ davon über­zeu­gen.

„Miss Tru­vy, Shel­by, Annel­le und M’Lynn„
Bild: Mar­grit Jaco­bi, ovb 2013

Die aktu­el­le Pro­duk­ti­on im TAM OST unter der Erst­lings­re­gie von Susan­ne Brau­ne gibt Ein­blick in das Leben von sechs Frau­en einer Klein­stadt im US-Süd­staat Lou­sia­na. Jeden Sams­tag tref­fen sie sich in Tru­vys Schön­heits­sa­lon, in den nie­mals ein Mann sei­nen Fuß set­zen wür­de. Hier wer­den all die klei­nen und gro­ßen Freu­den, Pro­ble­me und neu­es­ter Klatsch aus­ge­tauscht.

Autor Robert Har­ling hat­te in sei­nem ers­ten und tri­vi­al erzähl­tem Stück „Steel Magno­li­as“ viel Bio­gra­fi­sches ver­wen­det und es im Geden­ken an sei­ne jün­ge­re Schwes­ter geschrie­ben. Die Ver­fil­mung von 1989 reüs­sier­te in pro­mi­nen­ter Beset­zung mit Stars wie Shir­ley Mac­Lai­ne, Julia Roberts oder Sal­ly Field.

In der gleich­blei­ben­den Kulis­se des Salons auf der Büh­ne im TAM OST mit sti­li­sier­ten Spie­geln und klei­ner Sitz­grup­pe wer­den die Cha­rak­te­re der Frau­en gezeich­net. Die Regis­seu­rin ord­ne­te jeder eine bestimm­te Far­be zu. Die roman­tisch ver­an­lag­te Tru­vy (Bri­git­te Schwab) liebt Rot. Das drückt sich bei ihr nicht nur wie bei ihren Freun­din­nen in Klei­dung und Schu­hen, son­dern auch ihrem Arbeits­be­reich aus.

Mit Shel­bys Hoch­zeits­tag beginnt die Geschich­te, gespielt in Zeit­sprün­gen inner­halb zwei­er Jah­re und ver­bild­licht in Video-Instal­la­tio­nen farb­star­ker Blu­men- und Land­schafts­fo­to­gra­fien. Ste­fa­nie Högl ver­kör­pert die wil­lens­star­ke jun­ge Frau inten­siv und glaub­wür­dig. Dazu gibt sie mit ihrer drei­tei­li­gen Kom­po­si­ti­on dem Gesche­hen die stim­mi­ge musi­ka­li­sche Ent­spre­chung und berührt mit ihrem Lied.

Clau­dia Rucker-Mül­ler in der Rol­le ihrer Mut­ter M’Lynn bekommt am Ende die Chan­ce für einen star­ken Auf­tritt, den sie über­zeu­gend spielt. Ange­li­ka Sewald-Löf­fel­mann als Wit­we Clai­ree zeich­net gelun­gen das Pro­fil einer Frau, die ohne Mann erfolg­reich ihr Leben meis­tert. Gabrie­la Schmidt als kampf­lus­ti­ge Oui­ser bringt etwas Pfef­fer in die Run­de, und Hascherl Annel­le (Jut­ta Schmidt) mau­sert sich unter der Obhut der Ladies zur selbst­be­wuss­ten Frau. Zusam­men ent­wi­ckeln sie alle eine Stär­ke, die sie auch gro­ße Schick­sals­schlä­ge meis­tern lässt.

Etli­che Text­un­si­cher­hei­ten waren dem Pre­mie­ren-Lam­pen­fie­ber zuzu­schrei­ben, und so man­che flot­ten Sprü­che kom­men in der deut­schen Über­set­zung nicht so tref­fend daher wie im Sprach­rhyth­mus des eng­li­schen Ori­gi­nals. Das Publi­kum, unter ihnen auch vie­le männ­li­che Besu­cher, hono­rier­te die Auf­füh­rung mit star­kem Bei­fall.

2013 - Plakat - BLUMEN AUS STAHL, Bild: Alexander Schoenhoff
Angelika Sewald-Löffelmann (l), Brigitte Schwab (r) und Stefanie Högl (v)
(lnr) „Clai­ree, Tru­vy und Shel­by” Ange­li­ka Sewald-Löf­fel­mann, Bri­git­te Schwab und Ste­fa­nie Högl
Alben im Goog­le Foto­ar­chiv

PRE­MIE­RE:  FR 22. FEBRU­AR 2013

WEI­TE­RE TER­MI­NE
Sa 23 Febru­ar
So 24 Febru­ar
Do 28 Febru­ar
Fr/Sa 01/02 März
So 03 März
Sa 09 März
So 10 März
Fr/Sa 15/16 März
Fr 22 März

Spiel­be­ginn: 
Don­ners­tags bis Sams­tags 20 Uhr,
Sonn­tags 17 Uhr
Ein­lass:
ca. 15 Min. vor Spiel­be­ginn

Im ENSEM­BLE TAM OST

Regie:Susan­ne Brau­ne
Assis­tenz:Hil­ke Mey­er
Büh­ne:Klaus Lüders
Licht/Ton:Alex­an­der Schoe­n­hoff
Kos­tüm:Alex Zinn
Foto­gra­fie:Ensem­ble
Pla­kat:Alex­an­der Schoe­n­hoff
 Schau­spie­lerals
Ste­fa­nie HöglShel­by
Clau­dia Rucker-Mül­lerM’Lynn
Gabrie­la SchmidtOui­ser 
Jut­ta SchmidtAnnel­le
Bri­git­te SchwabMiss Tru­vy
Ange­li­ka Sewald-Löf­fel­mannClai­ree

Schlag­wor­te zum Stück