NEST FÜR EINEN STAR

Komödie von Volker Mario Wirz

ZUM STÜCKZUR KRITIK
2012 - Plakat - Nest für einen Star

2012 – Plakat – Nest für einen Star

Vorstellungstermine: 
PREMIERE
– Samstag, 21. April, 20 Uhr
Freitag / Samstag, 27. / 28. April, 20 Uhr
Freitag / Samstag, 4. / 5. Mai, 20 Uhr
Sonntag, 6. Mai, 17 Uhr  
Freitag / Samstag, 11. / 12. Mai, 20 Uhr
Freitag / Samstag, 18. / 19. Mai, 20 Uhr

Im Ensemble TAM OST – Produktion (Klick zum zei­gen)
Regie: Klaus Einsele
Bühne: Ensemble
Licht/Ton:
Kostüm: Ensemble
Fotografie Renate M. Mayer
Woifi Gschwendtner
Plakat: Alexander Schoenhoff
Im Ensemble TAM OST – Schauspiel (Klick zum zei­gen)
Schauspieler als
Jutta Schmidt Sandra Sarottini
Gerhard Schmid Felix Schrull

 

Im Ensemble TAM OST spie­len:
Jutta Schmidt und Gerhard Schmid

Regie: Klaus Einsele
Technik: Klaus Lüders
Bühne: Ensemble
Plakat: Alexander Schoenhoff
Fotografie: Renate M. Mayer, Woifi Gschwendtner


Zum Inhalt:

"Sandra Sarottini und Felix Schrull" Jutta Schmidt und Gerhard Schmid

Sandra Sarottini und Felix Schrull”
Jutta Schmidt und Gerhard Schmid

Felix Schrull fühlt sich nur in sei­nem klei­nen Zimmer gebor­gen – ein Weltflüchtling mit Goldfisch, Fernsehapparat und hand­si­gnier­ten Schauspielerfotos.

Die Ruhe ist hin, als sich die arbeits­lo­se Schauspielerin Sandra Sarottini mit schril­lan­stren­gen­der Selbstverständlichkeit und aller­lei Habseligkeiten bei ihm ein­quar­tiert. Sie spielt den kom­men­den Hollywood-Star, über­spielt damit aber auch die Realität, bei allen Regisseuren und Agenten durch­ge­fal­len zu sein.

Erst ist der schüch­ter­ne Sonderling eben­so ver­dutzt wie sprach­los. Aber dann sor­gen die bei­den für einen mensch­li­chen Kleinkrieg – und ein komö­di­an­ti­sches Feuerwerk!

OVB 24.02.2012, Kritik von Margit Jacobi
(Original siehe: https://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/zicke-zimmer-2289794.html)

PREMIERE VON „NEST FÜR EINEN STAR”

Zicke im Zimmer

"Sandra Sarottini und Felix Schrull" Jutta Schmidt und Gerhard Schmid Bild: Margit Jacobi, ovb 2012

Sandra Sarottini und Felix Schrull”
Jutta Schmidt und Gerhard Schmid
Bild: Margit Jacobi, ovb 2012

Gegensätze zie­hen sich an, sagt man. In der Komödie „Nest für einen Star” von Volker Mario Wirz ist davon erst ein­mal nichts zu spü­ren. Der Tag, an dem Sandra Sarottini, der ver­hin­der­te Hollywoodstar, Felix Schrulls beschei­de­ne Bude und ihn selbst in Beschlag nahm, raub­te dem welt­ab­ge­wand­ten Sonderling Ruhe und Frieden.

"Felix Schrull und Sandra Sarottini" Gerhard Schmid und Jutta Schmidt

Felix Schrull und Sandra Sarottini”
Gerhard Schmid und Jutta Schmidt

Klaus Einsele insze­nier­te das Stück für das Theater am Markt im TAM OST und hat mit Jutta Schmidt und Gerhard Schmid die Rollen der schril­len Möchtegerndiva und des schüch­ter­nen jun­gen Mannes abso­lut stim­mig besetzt. In der Kulisse einer ein­fa­chen Bleibe mit Bett, Kleiderständer, altem Sessel und Küchenbord ver­fügt Felix über das Privileg der Arbeitslosen, er hat Zeit. Die wid­met er sei­nem Goldfisch Schiwago und dem Sammeln von Autogrammen auf Starpostkarten. Vor zwei Jahren bat er eine jun­ge Seriendarstellern (Es war ihre ein­zi­ge Rolle!) um ein signier­tes Foto und nun kommt das Original unge­be­ten in sein schlich­tes Heim. Unordnung und Verwirrung bre­chen über Felix her­ein.

Jutta Schmidt setzt die arro­gan­te Zicke ohne Engagement köst­lich in Szene, ist ego­zen­trisch, schrill, anma­ßend und hys­te­risch. Vom bezir­zen­den Augenaufschlag bis zum her­ri­schen Befehlston passt alles in ihrem Spiel.

"Felix Schrull und Sandra Sarottini" Gerhard Schmid und Jutta Schmidt Bild: Margit Jacobi, echo 2012

Diveneinzug” Gerhard Schmid und Jutta Schmidt
Bild: Margit Jacobi, echo 2012

Gerhard Schmid hat ein biss­chen etwas vom jun­gen Heinz Rühmann. Er ver­kör­pert den beschei­de­nen Einzelgänger, der sei­ne Contenance erst ver­liert, wenn ande­re längst explo­diert wären, über­zeu­gend und lie­bens­wür­dig. „Bevor sie kam”, sagt Felix, ” glaub­te ich an Gott. Aber so bos­haft kann der nicht sein !” Die job­lo­se Aktrice scheucht Felix als Butler, Zofe und Koch umher, bis der sich end­lich ihren Allüren ent­nervt ver­wei­gert. Als sein Star aber nach 29 chao­ti­schen Tagen wei­ter­flie­gen will, ergreift ihn Panik. Er hat sich an Sandra und ihren Terror gewöhnt. Sein star­res Leben war in Bewegung gera­ten. Ob er den Sprung in die Welt da drau­ßen mit ihrer Hilfe wagt?

Regisseur Klaus Einsele ver­lieh dem Boulevardstück in sei­ner Inszenierung den ent­spre­chen­den Schwung. Seine Darsteller über­setz­ten die Figuren des Stückes mit Witz und Charme in gelun­ge­ner Bühnenpräsenz. Schade, dass nicht mehr Zuschauer zur Première gekom­men waren, denn Amüsement ist garan­tiert.

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