KLABAUTER UND DIE PIRATEN

von Hans Anker

ZUM STÜCKZUR KRITIK

Vorstellungstermine: 
SILVESTERSHOW
– Samstag, 31. Dezember 2011, Einlass 19 Uhr
Eintritt:  75,- € für Show, Büffet und Mitternachtssekt, ande­re Getränke wer­den berech­net.

Klabauter und die Piraten im Fasching:
Freitag, Samstag, Sonntag, 27. – 29. Januar 2012
Freitag, Samstag, Sonntag, 3. – 5. Februar 2012
Freitag, Samstag, Sonntag, 10. – 12. Februar 2012
Unsinniger Donnerstag bis Rosenmontag, 16. – 20. Februar 2012
Eintritt: 19,- Euro für die Faschingshow, Buffet und Getränke wer­den berech­net.

Im Ensemble TAM OST spie­len:
Jutta Schmidt, Valerie Schumann, Aurelie Schumann, Jo Schumann, Sissi Behamer,
Hans Anker, Andreas Altmaier, Mani Altmaier, Hermann Hager, Andreas Kulot, Andy Rebisz, Serafin Schumann

Regie: Hans Anker
Technik: Gerhard & Ninette Sellmair und Ingo Hoborn
Choreografien: Jutta Schmidt, Valerie & Aurelie Schumann und Hermann Hager


Zum Inhalt:

"Klabauter und die Piraten" (lnr) Serafin Schumann, Sissi Behamer, Herman Hager und Hans Anker

Klabauter und die Piraten”
(lnr) Serafin Schumann, Sissi Behamer, Herman Hager und Hans Anker

Ein span­nen­des Seeräubermärchen erzählt das Ensemble TAM OST in der Silvesternacht mit Sketchen und Songs, Tänzen und Travestie.

Denn der Klabauter an Bord des Piratenschiffs bringt alle durch­ein­an­der: flot­te Piraten, hei­ße Girls und selt­sa­me Damen.
Und wer ist die Rote Krake?

Ein geheim­nis­vol­ler Spaß zum Jahresende und in der kom­men­den Faschingssaison.

OVB 02.01.2012, Kritik von Margit Jacobi
(Original siehe: http://www.ovb-online.de/rosenheim/rosenheim-stadt/neue-jahr-gesegelt-1548810.html)

Ins neue Jahr gesegelt

"Mackie Messer" (lnr) Andreas Kulot, Sissi Behamer und Hans Anker

Mackie Messer” (lnr) Andreas Kulot, Sissi Behamer und Hans Anker

Das TAM OST im Gewerbegebiet an der Chiemseestraße hat ein treu­es Publikum. Der Theatersaal fasst gera­de mal 100 Personen. Karten für die Silvestervorstellung sind regel­mä­ßig spä­tes­tens im November aus­ver­kauft.

Für man­che Gäste ist es also gera­de­zu ein Ritual in der letz­ten Nacht des Jahres. Erst bedie­nen sie sich am üppi­gen Büfett, dann genie­ßen sie die Show, die die Zeit bis Mitternacht auf ver­nüg­li­che Weise ver­kürzt.

Wer Jahr um Jahr dabei ist, kennt den Ablauf also schon gut. Doch den Theaterleuten ist es gelun­gen, sie zum Jahresende 2011 zu ver­blüf­fen, nach dem Motto: „Wir kön­nen auch anders“. Diesmal sind nicht nur Pop-Ohrwürmer in das Programm ein­ge­baut, die man von Michael Jackson oder Lady Gaga kennt. Hans Anker mischt für sei­ne klei­nen Theaterszenen einer mär­chen­haf­ten Seefahrt unge­wohn­ter­wei­se Opernchöre, Verdi, Wagner, Flotow und Carl Orff dar­un­ter, auch Friedrich Holländer. Die Seefahrt mit dem Titel „Klabauter und die Piraten“ kam vor der Pause etwas lang­sam in Gang, nahm danach aber kräf­tig Fahrt auf und erreich­te sicher ihren Höhepunkt mit Hans Anker im wehen­dem Gewand am Bug der „Titanic“. Er und der in Frauenkleidern bezau­bernd schö­ne Andi Kulot sor­gen für die alt­be­währ­te Travestie-Komik. Maat Hermann Hager gesellt sich mit gewollt der­ber Putzfrauen-Eleganz als Dritter hin­zu.

Es tum­meln sich schö­ne Mädchen und „Damen“ in Häfen und Kneipen und vor allem auf dem Piratenschiff, das mit ein biss­chen Reling und einem gro­ßen Rahsegel in die blaue Weite fährt. Die Mannschaft befiehlt der leicht trot­te­li­ge Käptn-Chef Andi Altmaier mit rosa­ro­tem Flamingo auf der Schulter. Er selbst, sei­ne Piraten (Mani Altmaier und Andy Rebisz) und der Maat wer­den vom Klabauter an der Nase her­um­ge­führt. Der hat sich als Schiffsjunge Finn in die Mannschaft ein­ge­schli­chen, gespielt von Serafin Schumann, dem jüngs­ten und neu­es­ten Ensemblemitglied. Seine klei­nen Verse dürf­te er ein biss­chen lang­sa­mer spre­chen, damit das Publikum dem Sinn des Textes fol­gen kann.

Hübsche Piratinnen und Markfrauen erwei­tern die Schiffscrew: Jutta Schmidt, Aurelie, Jo und Valerie Schumann. Sie glän­zen aber auch nied­lich in Hula-Kostümen oder gespens­tisch als „Dirty Dianas“. Jutta Schmidt tanzt mit ele­gan­ten Bewegungen in der Hafenbar einen bur­les­ken Federtanz mit dezent-ero­ti­schem Ministrip. Jo Schumann gibt als Barmusikerin am Akkordeon, am Klavier und mit dem Saxofon die Begleitung zu den auf der Bühne gesun­ge­nen Liedern. Und wie das so ist bei einer Amateurtruppe: Einer trifft den Ton, beim ande­ren klingt es ein wenig schräg.

Hafenkneipenbesitzerin Sisi (Sissi Behamer) inter­pre­tiert Lieder von Curt Weill. Die rau­chi­ge Stimme ver­rät ein geleb­tes Leben, zu Silvester lei­der auch eine Erkältung. Hier singt eine „Frau mit Vergangenheit“.

Ingo Hoborn, Ninette und Gerhard Sellmair gaben Licht und Ton zu der Show, die sich wie­der Hans Anker aus­ge­dacht und als Regisseur in Szene gesetzt hat.

Die Choreografien dafür erdach­ten Hermann Hager und Jutta Schmidt mit Valerie und Aurelie Schumann.

Ein wenig abrupt erscheint zunächst der Schluss. Doch dann mün­det die Show doch noch in ein stim­mungs­vol­les Finale.