Ach­tung Bau­stel­le!

„Die Schen­ke soll­te auch mal wie­der gestri­chen wer­den…“

Mit die­sem lapi­da­ren Satz trat unser Thea­ter­wirt Hans Anker vor etwa 3 Mona­ten eine wah­re Reno­vie­rungs­la­wi­ne los. Statt mit Eimer­chen und Pin­sel fix mal eben kurz die schad­haf­ten Stel­len aus­zu­bes­sern, wur­de eine Idee nach der ande­ren laut und her­aus kam die Reno­vie­rung der Knei­pe inklu­si­ve der kom­plet­ten Neu­ge­stal­tung des Foy­ers. Tja, so ist das im TAM, für hal­be Sachen sind wir ein­fach nicht zu haben.
 
Der gewohn­te „har­te Kern” aus bewähr­ten Ver­eins­mit­glie­dern sowie eini­ge thea­ter­be­ses­se­ne „Gast­ar­bei­ter“ wer­kel­ten vol­le 5 Tage moti­viert von früh bis bis­wei­len sehr spät an der Umset­zung der übli­chen Reno­vie­rungs­auf­ga­ben und an der Aus­ge­stal­tung der teils eben­so unge­wöhn­li­chen wie genia­len Ide­en.  
Achtung Baustelle, hier mit Alexander Zinn - 2015, Bild: Alexander Schoenhoff
Ach­tung Bau­stel­le, hier mit Alex­an­der Zinn - 2015, Bild: Alex­an­der Schoen­hoff
HIN­WEIS: Noch VIEL mehr Bil­der gibt’s hier:
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Grääsch, Greyish oder Grei­ge?

Alex Zinn, unser bewähr­ter Mann für Stil und Design, hat­te näm­lich unter­stützt durch Ange­li­ka Sewald-Löf­fel­mann, im Vor­feld neben dem neu­en Farb­kon­zept* noch eini­ges mehr kre­iert und den kom­plet­ten Ablauf minu­ti­ös durch­ge­plant. Unter sei­ner Regie schuf­te­ten alle Betei­lig­ten im Schwei­ße (nicht nur) ihrer Ange­sich­ter bei teils höchst(!) som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren 3 Wochen­en­den – genau­er gesagt am 1., 2., 8., 9., und 15.8.2015 – lang um die Wet­te. Dabei blieb die „Moral der Trup­pe” nicht zuletzt Dank bes­ter Ver­pfle­gung durch Ute Loy nahe­zu dau­er­haft bei 100%.

*„Grääsch”, Greyish oder ganz offi­zi­ell Grei­ge ist übri­gens der schö­ne neue grau-beige Wand­farb­ton.

„Wun­der­welt Hand­werk” oder „Wenn Künst­ler auf­ein­an­der­tref­fen”

Natür­lich hat jede Bau­stel­le, die was auf sich hält, auch min­des­tens eine oder zwei Her­aus­for­de­run­gen parat.
So auch in die­sen Fall.

Wir hat­ten so ziem­lich alle Klas­si­ker der ange­wand­ten Reno­vie­rung:
Wän­de und Decken die nicht durch­ge­hend im rech­ten Win­kel ver­lau­fen, Strom­lei­tun­gen die beim Anboh­ren nicht immer laut und deut­lich Mel­dung machen oder deren ursprüng­li­che Ver­le­gung eher an moder­ne Kunst als an hand­werk­li­che Kom­pe­tenz erin­nern, Lacke die sich beim auf­tra­gen in künst­le­ri­sche Reli­efs ver­wan­deln, Ver­put­ze die sich beim anboh­ren wie ange­trock­ne­te Sand­bur­gen ver­hal­ten, Dübel und Schrau­ben die sich unter Ver­wen­dung von Bohr­schrau­bern in Wohl­ge­fal­len auf­lö­sen – all das und manch ande­res mehr erhöh­te die indi­vi­du­el­len Anfor­de­run­gen in Sachen Impro­vi­sa­ti­on, Fle­xi­bi­li­tät und Kreativität…und gele­gent­lich auch der Selbst­be­herr­schung.

Alles neu macht der …August!, Bild: Alexander Schoenhoff
Alles neu macht der …August!, Bild: Alex­an­der Schoen­hoff

Es gibt kei­ne Pro­ble­me, nur Her­aus­for­de­run­gen

Im Grun­de gab es aber kei­ne unlös­ba­ren Pro­blem­stel­lun­gen, denn all die­se Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten, Talen­te und Kom­pe­ten­zen sind bei Thea­ter­leu­ten ohne­hin ein abso­lu­tes Muss und des­halb per Defi­ni­ti­on im Über­fluss vor­han­den.

Gele­gent­li­che Knurr- und Grunz­lau­te oder kul­ti­vier­te­re baju­wa­ri­sche Wort­äu­ße­run­gen à la „Kru­zif…“, „Him­mi…” sowie ein herz­haf­tes „Geleck…” waren  - nicht nur bei ca. 40 Grad direkt unter­halb der Foy­er-Decke - des­halb auch eher als selbst­mo­ti­vie­ren­de Anfeue­rungs­ru­fe und Aus­druck gro­ßer Lebens­freu­de und Hin­ga­be zu wer­ten. 

Nach kon­zen­triert kon­zer­tier­tem schlei­fen, sägen, nageln, strei­chen, malern, abkle­ben, essen, lackie­ren, put­zen und ver­put­zen, wie­der­auf­bre­chen, dübeln, Kuchen essen, flu­chen, jubeln, tackern und auf­hän­gen wur­den die wacke­ren Mit­strei­ter zuletzt durch den Glanz unse­res neu­en Foy­ers belohnt, bzw. geblen­det.

Das Innere nach Außen bringen, hier mit Alexander Zinn und Daniela Mayer, Bild: Alexander Schoenhoff
Das Inne­re nach Außen brin­gen, hier mit Alex­an­der Zinn und Danie­la May­er, Bild: Alex­an­der Schoen­hoff
Zwar feh­len nur noch ein paar Klei­nig­kei­ten, doch bis zur Pre­miè­re von „MAGIC AFTER­NOON” – Ihr habt doch schon Kar­ten? – ist unser nigel­na­gel­neu­es Foy­er dann wirk­lich fertig…oder so fer­tig wie etwas in einem leben­dig quir­li­gen Thea­ter wie dem unse­ren eben sein kann.

 

Wir dan­ken im Namen des gesam­ten Ver­eins an die­ser Stel­le noch­mals den tat­kräf­ti­gen Reno­va­teu­ren:

An allen Tagen (inkl. Vor­be­rei­tungs- und Pla­nungs­zeit)

  • Alex Zinn
  • Ange­li­ka Sewald-Löf­fel­mann
  • Clau­dia Loy
  • Ute Loy
  • Micha­el Loy
  • Alex­an­der Schoen­hoff

An einem oder meh­re­ren Tagen:

  • Ger­hard Sell­mair
  • Danie­la May­er
  • Her­mann Hager
  • Klaus Schö­berl
  • Hans Anker
  • Sera­fin Schu­mann
  • Ger­hard Schmidt
  • Ste­fan Vin­cent Schmidt
  • Gabrie­la Schmidt
  • Michae­la Schoen­hoff
  • Rena­te M. May­er
  • Klaus Lüders
  • Jut­ta Schmidt
  • Susan­ne Brau­ne
Es gibt keine Probleme, 2015, hier (lnr) mit Stefan Vincent Schmidt, Hermann Hager, Gaby Schmidt, Claudia Loy, Ute Loy, Angelika Sewald-Löffelmann und Alexander Zinn, Bild: Alexander Schoenhoff
Es gibt kei­ne Pro­ble­me, 2015, hier (lnr) mit Ste­fan Vin­cent Schmidt, Her­mann Hager, Gaby Schmidt, Clau­dia Loy, Ute Loy, Ange­li­ka Sewald-Löf­fel­mann und Alex­an­der Zinn, Bild: Alex­an­der Schoen­hoff
Er werde LICHT, Bild Alexander Schoenhoff
Er wer­de LICHT, Bild Alex­an­der Schoen­hoff